Was ist denn hier passiert? Eigentlich mag ich ja Ittenbachs Filme aber sein „Familienradgeber“ kommt bei mir nicht wirklich an.
Ganz im Stile einer Dokumentation wird dem Zuschauer auf ironische Weise das Familienleben präsentiert und mit passendem Off-Kommentar erläutert. Dabei geht es recht krude zu. Egal ob die Geburt oder der Umgang mit Frau und Kind. Parallelen zu dem „Staplerfahrer Klaus“ sind mehr als deutlich und sicherlich auch gewollt. Nur hat es bei Staplerfahrer sehr gut funktioniert. Ittenbach hat leider mit einem fehlenden Budget zu kämpfen. Das muss zwar nicht gleich das KO für einen Film sein, schon gar nicht im Amateurbereich, aber von Itti ist man mittlerweile einfach besseres gewohnt, als in der eigenen Wohnung zu drehen. Auch seine Effektkunst kommt hier nicht wirklich gut zur Geltung. Alles sah schon mal besser aus.
Die eigentliche Idee hinter diesem Projekt ist dabei gar nicht mal schlecht. Aber die Gags wollen einfach nicht zünden. Alles wirkt extrem gestellt und künstlich oder einfach platt. Richtig nervig und vor allem überflüssig ist der asiatische Eheberater, den keine Sau versteht. Das sind Szenen zum Vorspulen. Ebenso überflüssig sind die anfänglichen Hinweise auf Anschlussfehler. Eigentlich ja ganz lustig das eigene Werk selbstironisch zu präsentieren, aber wieso wurde es dann nicht durchgezogen. Wirkt halt so, als hätte man keinen Bock mehr gehabt weiterzumachen und dabei gab es Anschlussfehler noch in Hülle und Fülle. Nach gut einer Stunde ist der Hauptspuk dann auch vorbei. Puh!
Fazit: Mit einer soliden Umsetzung und so etwas wie einem Drehbuch hätte hier sicherlich etwas ganz Feines entstehen können. Herausgekommen ist aber nur eine erweiterte Version des Hochzeitvideos der Ittenbachs.