Unser aller Actionheldheld schlüpft in diesem Steifen, einem seiner frühen Filme, in die Rolle, in der man ihn am liebsten sieht. Die Einmannarmee, die aufbegehrende Schurken eiskalt und mit einem coolen Spruch auf der Lippe reihenweise vom Leben zum Tode befördert.
Diesmal übernimmt er die Rolle von John Matrix, einem Ex-Mitglied einer Spezialeinheit des Militärs. Der ehemalige Soldat hat sich jedoch mittlerweile zur Ruhe gesetzt und verbringt nun seine Zeit damit in seinem Domizil in den Bergen Baumstämme von A nach B zu tragen und klischeetriefend idyllische Familienszenen mit seiner Tochter herunterzuspielen. Dieses geruhsame Dasein wird jedoch abrupt unterbrochen, als eine Horde Paramilitärs in sein Haus einfällt und seine Tochter kidnapped. Schnell stellt sich heraus, was der Grund für Selbiges ist. Ein südländischer Diktator will Matrix mit dem Mädchen als Faustpfand zur Durchführung eines Attentates zwingen. Aber Arrnie wäre nicht Arnie, wenn er da treubrav mitmachen würde...
Das ist Arnold wie wir ihn kennen und lieben. Allerdings in sehr frühen Jahren, als die Anabolika noch munter durch seine Venen kreisten und er vor Muskeln den Kopf weder links noch rechts wenden konnte. Aber genau das war mitunter seine Glanzzeit. Der Film an sich hingegen wäre ohne seinen Star verloren und ist Action-Trash in Reinform. Die Charaktere sind samt und sonders Klischees und die Handlung so vorhersehbar wie der stetige Anstieg deutscher Arbeitslosenzahlen: Tochter wird entführt. Held ist mächtig sauer. Held machen Alles und Jeden platt. - Und doch weiß der Streifen in seiner Simplizität zu begeistern. Natürlich, man sieht ihm nicht nur einmal das kanppe Budget an und durch Innovation konnte er schon zu seiner Zeit wohl kaum glänzen, aber er macht einfach Spaß. Arnie ballert, sticht und schlägt sich in bester Achtzigermanier durch die Massen der Feinde, unbeirrbar durch umhersausende Kugeln und krachende Explosionen. Dabei übersieht man schonmal gnädig die mehr als meriokren Effekte und den schwachen Plot.
Fazit:
(Phantom) Commando ist ein Arniestreifen in bester Tradition und jeder Fan wird seinen Spaß daran haben. Ein Meilenstein der Filmgeschichte ist er jedoch keineswegs. Ließe man den Schwarzeneggerbonus weg, bliebe lediglich ein mittelmäßiger Actionfilm mit knappem Budget und cheesigen Effekten. Aber durch den Österreicher gehört er einfach zum Gesamtwerk des Gouvernators und bietet durchaus kurzweilige Actrionkost mit Kultstatus.