Arnie zieht gegen eine Terroristenbande ins Feld, um seine Tochter zu befreien.
Story:
John Matrix (Arnold Schwarzenegger), früher Anführer einer Elite-Spezialeinheit, lebt seit einiger Zeit mit seiner Tochter Jenny abgelegen in den Bergen. In den letzten Wochen wurden die meisten Mitglieder seines Teams getötet nun soll er an der Reihe sein. Dafür entführt eine Terroristengruppe um den Diktator Diaz seine Tochter und zwingt ihn dazu, den Präsidenten von Vallerde umzubringen. Natürlich lässt sich Matrix das nicht gefallen, steigt noch aus dem gerade startenden aus und hat jetzt nur wenige Stunden Zeit, seine Tochter zu retten. Mit Hilfe der zufällig seinen Weg kreuzenden Stewardess Cindy will er seinen Plan in die Tat umsetzen...
Yeah, das ist der Arnie, wie wir ihn lieben: muskelbepackt und ohne zu fragen einfach auf die 12 hauend. Über den Sinn hinter der Story sollte man sich keine allzu großen Gedanken machen, die dient eh nur dazu, eine Actionszene an die nächste zu Reihen, die Arnie mit locker lässigen Onelinern garniert. Das war Actionkino anno '85 - Machosprüche en Masse und ein nahezu unverwundbarer Held, der gnadenlos alles wegballert, was sich ihm in den Weg stellt. Frauen sind da nur hübsches Beiwerk und dürfen vielleicht hier und da mal zur Hand gehen, aber nie wirklich aktiv ins Geschehen eingreifen. Das bleibt ganz alleine Arnie überlassen, der seine Gegner gleich dutzendweise plattmacht. Es ist natürlich klar, dass solche Machotypen heutzutage nicht mehr gefragt sind. Eins zeigt aber auch dieser Film mal wieder deutlich - die Action war früher einfach besser als das heutige "Zuckerwattegeballer". Schön blutig und brutal geht's in "Commando" zur Sache, etwas, was heute nur noch die allerwenigsten Filme von sich behaupten können. Zumindest in diesem Punkt sollten sich die Produzenten vielleicht mal wieder zurückbesinnen. Action ist eben nichts für Kinder und sollte auch entsprechend ausfallen.
Action gibt's hier wirklich zuhauf. Nach dem ersten Mord an einem von Matrix' Kollegen sehen wir eine kurze Einleitung, die Arnie mit seiner Tochter zeigt, dann geht's allerdings auch schon in die Vollen. Nur ganz selten werden kurze Verschnaufpausen eingelegt, ansonsten darf Arnie aus allen Rohren ballern. Uzis, schwere MGs, Handgranaten und sogar Raketenwerfer - es gibt fast nichts, das Arnie auf seinem Rachefeldzug nicht gegen seine Feinde einsetzt. Trockene Oneliner werden dabei ebenfalls in schöner Regelmäßigkeit abgefeuert, so dass die Tode seiner Gegenspieler doch sehr amüsant ausfallen. So sagt er beispielsweise zu der Stewardess im Flugzeug: "Bitte wecken sie meinen Begleiter nicht. Er ist totmüde!" oder Folgendes nach der Verfolgungsjagd: "Was hast du mit Sully gemacht? Ich hab' ihn fallenlassen!". Sein Kultspruch "Ich komme wieder" fehlt dabei natürlich ebenso wenig.
Besondere schauspielerische Leistungen sind dabei von keinem der Beteiligten auszumachen, aber was solls, "Commando" ist ein No-Brain-Actioner erster Kajüte und soll in erster Linie Spaß machen. Er erhebt zu keiner Sekunde den Anspruch, ernsthafte sozialkritische Kommentare oder Ähnliches auf den Zuschauer loszulassen. Stattdessen gibt's knapp 85 Minuten Action-Dauerfeuer ohne große Pausen. Mehr muss ja auch gar nicht sein.
Eine Randnotiz zur mal wieder sehr undurchsichtigen FSK-Freigabe: Während der nicht wesentlich harmlosere "City Hai" ungekürzt ab 16 erhältlich ist, steht "Commando" auf dem Index und ist ab 18. Eine Logik ist da mal wieder nicht ersichtlich, da sich beide Filme besonders im Hinblick auf blutige Einschüsse nichts nehmen.
Fazit: Arnie-Action in Reinkultur. Als Fan muss man zuschlagen und wird bestens unterhalten. Gerüchten zufolge plant er ja übrigens, wieder auf die Kinoleinwand zurückzukehren. Zum einen in "True Lies 2", zum anderen vielleicht sogar in einem vierten "Terminator". Man darf gespannt sein. Wünschenswert wäre es allemal.
9 von 10 Punkten