Arnie at his very best! “Commando” ist einer dieser berüchtigten 80er-Streifen, zu dem man nicht mehr viele Worte verlieren muss! Er spielt den Ex-Offizier Matrix, der vormals zu einer Eliteeinheit gehörte, die in aller Welt Aufträge zu erfüllen hatte. Mit denen hat er sich nun viele Feinde gemacht, und die knipsen nun nach und nach sämtliche seiner Kameraden aus – bis nur noch er übrig ist. Dies hat jedoch alles seine Gründe: seine Tochter (noch zu jung: Alyssa Milano) wird von einem südamerikanischen Disputen entführt, um von ihm den Mord eines hiesigen Staatschefs zu erpressen. Klar, dass sich Zahnlücken-Arnie das nicht gefallen lässt und schnurstracks ausbüxt, um seine Tochter aus den Klauen der Fieslinge zu befreien...
Naja, das waren eigentlich bereits zu viele Worte für die Handlung. Egal, drauf geschissen, in diesem Film geht es durch und durch um astreine Brutalo-Action, und die ist von allererster Kajüte! Es wird nicht nur geballert, was das Zeug hält, wenn unser Gouveneur eine halbe Armee im Alleingang plättet, sondern gesprengt, gebrochen und aufgeschlitzt, was das Zeug hält. Für Deutschlands Behörden logischerweise ein klarer Fall für den Index, für Fans dieser Kerbe mal wieder eine totale Offenbarung. Das interessante am Film sind nicht nur die zahlreichen Fehler und Logiklöcher, über die man aber nun wirklich nur noch lachen kann, sondern auch das Ensemble an berüchtigten Personen, die an diesem Machwerk mitgewirkt haben: in der Darstellerriege finden sich neben Arnie wie schon angesprochen die junge Alyssa Milano als rotziger Teenie, der Australier Vernon Wells („Mad Max 2“, Fortress – Die Festung“) versteck sich als klassischer Bösewicht hinter einer gewaltigen Popelbremse und in weiteren Nebenrollen glänzen Bill Duke („Predator“) und David Patrick Kelly („T-Bird“ aus „The Crow“) als schleimiger Frauenaufreißer. Neben dem mehr als nur berüchtigten B-Actionfilmer Mark L. Lester im Regiestuhl ist der klangvolle Soundtrack auf James Horner zurückzuführen, und auch Steven E. De Souza schwirrt irgendwo hinter den Kulissen herum. Also insgesamt ein ziemliches Aufgebot an bekannten Namen und von der Action her, wie man es gerne sieht: brutal, zahlreich und super-unrealistisch bis zum Gehtnichtmehr.
Was haben wir sie doch lieb, die heiß und innig geliebten Achtziger. Schade, dass sie nie wieder zurückkommen werden und wir uns heutzutage nur noch mit standardisiertem, politisch korrekten 08/15-Müll herumplagen dürfen. Wäre ich doch zehn Jahre früher geboren...