Mark L. Lesters Ein-Mann-Armee "Phantom Kommando" könnte man problemlos als den Inbegriff hirnfreien Actionkinos aufführen. Die Mission: Ex-Eiltesoldat John Matrix (Arnold Schwarzenegger) muss seine kleine Tochter (Alyssa Milano) aus den Händen eines fiesen Drogenbarons befreien, der zu seiner nun arg gefährdeten Sicherheit auf seinem Privatinselchen eine ansehliche, schwer bewaffnete Armee um sich versammelt hat. Aufhalten lässt sich der verärgerte John von dieser Spielzeug-Streitmacht jedenfalls nicht und die Leichensackhersteller haben folglich alsbald Hochkonjunktur...
Pausen gönnt Regisseur Mark Lester dem actionhungrigen Zuschauer in längenfreien 90 Minuten jedenfalls keine: Geradlinig wird die banale Minimalstory mit zahlreichen kleinen Scharmützeln und einer angemessenen Portion sarkastischen Humors vorrangetragen, bis Äkschn-Arnis Spur der Verwüstung schließlich in einer wahren Materialschlacht auf des Fieslings flauschigem Eiland ihren explosiven Höhepunkt findet. Ob mit Maschienengewehr, 4fach-Raketenwerfer, blanken Fäußsten oder schlichten Gartenwerkzeugen - hier klingelt die Bodycountkasse kräftig und verwöhnt den lüsternen Fan mit unzähligen, blutigen Einschüssen und handgemachten Explosionen. Optisch, wie man es von Actionspezi Lester gewohnt ist, eine echte Augenweide und technisch absolut auf der Höhe der Zeit, gibts hier in Sachen Inszenierung (incl. fetzigem James Horner- Soundtrack) schlicht nichts auszusetzen. Ein Paradebeispiel für den Actionfilm der guten alten 80er!
Wer Anspruch und ausgefeilte Charaktere sucht, ist hier freilich total falsch am Platze. Hier regieren billige Klischees, Tempo und brachiale Dauerfeueraction mit einem Arni in Höchstform. Genau das richtige zu ner zünftigen Kiste Bier, da kann bei jedem zynischen Spruch und dem nächsten Stapel Opfer so richtig abgefeiert werden...