Großartig. Ein Klassiker des guten Geschmacks. Ein vermutlich die Jahrhunderte überdauenrdes Meisterwerk des B-Actionfilms. Es zeigt sich doch immer wieder: Die besten Filme des Gouvernators sind die, in denen der Äktschn-Ösi noch nicht einmal versuchen muss, irgendwie zu schauspielern, sondern einfach nur die Wumme auspackt (ausgenommen Predator, da wird "geschauspielert" und die Wumme ausgepackt). Die besten Beweise sind natürlich vor allem die "Terminator"- (deren Alternativtitel jetzt wohl "Gnadengesuchablehner" lautet) Filme und, wenn auch nicht ganz so offensichtlich, halt dieser Streifen. Hier gibt es klischeedurchzogende, blutige 80er Jahre Action zu bewundern, dass es nur noch heiß wird inner Buchse. Zualledem muss man noch sagen, dass es sich hier um gewollt überzogende Klischees handelt, sozusagen eine klischeeverseuchte Parodie auf Klischees. Entweder dass, oder Mark L. Lester hatte zu jener Zeit mit einem schwehren Magic Mushroom Problem zu kämpfen und der ganze Wahnsinn ist tatsächlich ernst gemeint. Um ein paar dieser Geniestreiche/Auswüchse eines kranken Intellekts genauer zu erwähnen: Arnie geht mit seiner kleinen, perfekten Tochter ein Reh (!) vor mahlerischer Kulisse füttern(!!!), schafft es, auch schwehrste Maschinengewehre mit einer Hand zu bedienen und kämpft gegen einen Fiesling, der tatsächlich schwarzes Leder und Kettenhemd trägt (und dessen Ableben mit einem der coolsten und die Situation am besten schwarzhumorig beschreibenden Oneliner der Filmgeschichte kommentiert wird, vorausgesetzt, man hat sich auf besagte Klischees eingelassen). Besagter Fiesling Bennet fällt ebenfalls durch geballte Untrainiertheit auf, besonders im Endkampf, in dem er einem oberkörperfreien, eingöltem Arnie gegenübersteht. Das einzig ausgeprägte an dem Typen ist seine Wampe, und der SM-Look machts auch nicht besser.
Alles in allem ein sehenswerter Film, Blut, Schweiß, Patronenhülsen, Oneliner, erschossene Terroristen, alles im Überfluss.