Die Geschichte, sofern man davor sprechen kann, ist schnell erzählt:
Arius, ein gestürzter Diktator eines fiktiven latainamerikanischen Staates will zurück auf den Thron. Er lässt alle Einheiten der Elitetruppe "Silver Stars" erschießen. Die Truppe war für seinen damaligen Sturz verantwortlich. Deren Colonel John Matrix, gespielt von Arnold Schwarenegger, lebt zurückgezogen mit seiner Tochter Jenny (Alyssa Milano) unter einer neuen Identität. Trotzdem wird er durch Arius' Männer ausfindig gemacht. Um ihn unter Druck zu setzen, wird seine Tochter entführt. Um sie zurückzubekommen soll John Matrix den neuen Präsidenten ausschalten. Doch Matrix lässt sich nicht erpressen und will lieber mit dem Kopf durch die Wand.
Phantom Kommando ist ein typischer 80er Jahre Actionfilm. Die Story ist nur Nebensache und ein Mittel zum Zweck. Und zwar um so viele Explosionen wie möglich zu zeigen und den Bodycount in die Höhe zu treiben. Dabei bedient sich Arnie, DIE Ein-Mann-Armee der 80er und frühen 90er Jahre sämtlicher Waffen, die man in Shootern wie Half-Life oder Counterstrike wiederfindet. Doch der Film ist besser als die anderen 80er 08/15 Action-Filme. Zum einem liegt das natürlich am Charme von Arnie und natürlich an dem Feuerwerk, das am Ende des Films, dem Finale im Headquarter von Arius, seinen Höhepunkt erreicht. Dass dabei der Film absolut unrealistisch wird, ist sowas von egal. Es macht einfach Spaß, Arnie bei seinem Krieg gegen hunderte von Gegnern zuzusehen. Vorausgesetzt, man hat ist ein Freund von solchen "No-Brain-Filmen".
Das beste an Phantom Kommando ist seine relativ kurze Dauer von nicht einmal 90 Minuten. Um bloß keine einzige Minute zu verlieren, gehts am Anfang schon los: Drei scheinbar unschuldige Menschen werden erschossen, überfahren und in die Luft gejagt. Der Zuschauer bleibt völlig ahnungslos warum das Ganze passiert, wird aber später aufgeklärt.. Zurück zu der kurzen Dauer: In den knapp 84. Minuten wird alles gesagt und gezeigt was gesagt und gezeigt werden muss. Somit kam bei mir keine Langeweile beim Zusehen auf. Unzählige Logikfehler und die zum Teil unfreiwillig komischen Einlagen von Arnie und Co. trugen noch dazu bei, dass ich sogar mehr gelacht habe, als bei Komödien wie Scary Movie 2 und Konsorten.
Das Jingle, das bei dem Film unzählige Male gespielt wird, brennt sich sofort ins Hirn rein und geht einem tagelang nicht aus dem Kopf. Da ging es Yves Larock wohl ähnlich, der diese Melodie für sein Club-Hit "Zookey" benutzt hat.
Zusammengefasst: DVD rein, Hirn aus und unterhalten lassen. Phantom Kommando hat es geschafft, ohne irgend einer Story mich richtig zu entertainen.