Der „klassische“ Schwarzenegger-Kracher schlechthin: ein knallharter Arnold S., harte blutige Action und ein Fiesling der aus einem Comicheft entsprungen sein könnte.
Trotzdem gibt es soviel zu nörgeln:
Rae Dawn Chong hat eine sehr seltsame Rolle: Als Arnold sie anfleht, ihm zu helfen, sagt sie okay und rennt zum nächsten Polizisten. Zwischendurch lässt sie sich kommentarlos und ohne Gegenwehr die Handtasche wegreißen und 2 Minuten später während sie zusieht, wie Arnold mit den Polizisten kämpft, schubst sie einen der Polizisten die Treppe runter, um Arnold doch zu helfen.
Ebenso rennt sie hinter Schwarzenegger (im Auto) her, damit er sie mitnehmen soll und kurz darauf motzt sie ihn an: „Wo haben Sie mich da reingezogen?“
Auch andere (schlampige) Fehler gibt es zu bemängeln, wie zB. den herausgerissenen Autositz, auf dem Rae Dawn Chong dann doch wieder in selber Höhe mit Schwarzenegger sitzt. Der Gangster, der später an Arnolds „schwachem Arm“ über einer Schlucht baumelt, scheint vorübergehend schwerhörig zu sein, da er R. D. Chong in der Tiefgarage nichtmal kreischen hört, als Schwarzenegger den Autositzt herausreißt.
Genauso schwachsinnig ist es, das Arnold hier als unbesiegbarer Muskelmann dasteht, auf den 10 Leute aus allen Richtungen ballern können, ohne das es ihn erwischt, während er die Leute mit Links umlegt. Sowas lässt einen eher darüber schmunzeln, das sowas in den 80er Jahren noch ernst genommen wurde.
Und der Anfang, der überhaupt das grottigste am ganzen Film ist, trieft dermaßen vor Kitsch, weil Arnold S. alle 20 Sekunden zu seiner Filmtochter sagen muss: Ich liebe dich. Am besten, während er einen Klecks Speiseeis auf der Nase hat. Zum Glück ist das nur Mittel zum Zweck, den besonders tiefgründig ist an diesem Film nichts.
Der einzige Grund, warum man an so einem schnell runtergekurbelten Film trotzdem seinen Spaß hat ist ganz einfach: es handelt sich um den typischen Ur-Schwarzenegger Film, als Arnold noch Arnold war. Ein bißchen Spannung kommt zwischendurch auch auf, man kann über Ungereimheiten wie die obengenannten grinsen, dann gibt es wieder Action satt, so das der Film einfach Spaß macht. Ein guter Vertreter des Hirn-aus-Film-ab-Genres, bei dem man nicht mitdenken muss und der nach 4-5 Bier nochmal so gut rüberkommt.
Übrigens ist der Spruch auf dem alten deutschen Cover (Er will seine Rache, hier und jetzt) eine total reißerische Übersetzung von (Somewhere, somehow, someone is going to pay)