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Mitglieder von Spezialeinheiten sind schon harte Jungs, geben alles für ihr Vaterland und können sich schon so nach ein paar Einsätzen zur Ruhe setzen. Dort haben sie dann Zeit für Familie oder aber sie drehen vor lauter Nichtstun durch. John Matrix (Arnold Schwarzenegger) ist ersterer. Zusammen mit seiner Tochter Jenny wohnt er in einer abgelegen, bewaldeten Region, wo er Holz statt Menschen fällt. Ein Kollege seiner ehemaligen Spezialeinheit ist jedoch einer der vor Langeweile durchdreht und nach dem Verweis aus Matrix Einheit einen ziemlichen Hass auf ihn fährt. Als ihm der gestürzte Diktator Arius anbietet Matrix Tochter zu entführen, um so den verhassten Kollegen dazu zu verleiten den jetzigen Führer eines südamerikanischen Landes zu töten, nimmt dieser gerne an. 11 Stunden bleiben Matrix nun um seine Tochter zu befreien…

Ja: dumpf, brutal und vor allem selbstironisch kommt Mark L. Lesters Actionfeuerwerk daher. Arnie ist voll in seinem Element, wenn es um das abschnetzeln von bösen Buben geht und macht seine Sache gar nicht mal so schlecht. In Rambo-Manier ballert er sich am Ende durch die Scharen von Gegnern, ohne auch nur wirklich etwas abzubekommen. Diese Heerscharen werden nicht nur einfach durch Kugelsalven getötet, auch vielerlei andere Gerätschaften wie Messer, Äxten und Sägeblätter dienen Arnie zur Elimination. Dies hebt den Gewaltfaktor doch ziemlich an. Auch im Vorfeld lässt sich Actionspezialist Mark L. Lester nicht lumpen und versetzt die eher anspruchslose Handlung mit Bombast und überzogenen Einlagen. Schwarzenegger überzeugt hier wie immer in seinen Actionfilmen, lässt aber leider alle Nebenfiguren verblassen. Wirkliche Charaktere findet man nicht, selbst die Frau an seiner Seite ist überflüssiges Beiwerk. Positiv zu erwähnen sei aber noch die lustige 80er Jahre Musik, die dem ganzen noch den typischen Flair dieser Epoche gibt. Eine Epoche als Actionfilme noch Actionfilme waren: hirnlos, brutal und vor allem unterhaltsame Männerfilme ohne nötigen Ballast.

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