Wilderness
"Get them to the Island"
Als absoluter Fan von Backwood-Filmen konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen mir Michel J. Bassetts "Wilderness" auf dem diesjährigen Filmfest anzusehen. Ich hatte meine Erwartungen nicht allzu hochgesetzt, weil ich von Bassetts Debut "Deathwatch" überhaupt nicht begeistert war.
Ein Knast irgendwo in England. Die Insassen bekommen einen Neuzugang der nicht wirklich nett aufgenommen wird, der aber schnell klar macht das er sich nicht rumschubsen lässt. Andere dagegen werden schickaniert und runtergeputzt, bis es dazu kommt das sich einer der Sträflinge das Leben nimmt. Zur Strafe werden die Jungs auf eine Militärinsel gebracht auf der sie gedrillt werden sollen. Doch sie sind nicht allein auf der Insel.
Nachdem sie auf der Insel angekommen sind geht's auch gleich los. Einer Der Sträflinge wird gekillt und schon bricht die nackte Panik aus. Der Killer legt aber keinen Wert darauf es so ausehen zu lassen, als wären die Leute spurlos verschwunden. Nein, er stellt die Leichen regelrecht an den Pranger, um zu zeigen wie es dem Rest ergehen wird. Der Schlechter schiesst mit einer Armbrust, stellt Fallen auf, ist ziemlich schlau und sehr zornig, eine üble Mische wenn ihr mich fragt. Und als ob das noch nicht alles wäre hat er obendrein noch 4 abgerichtete Schäferhunde die ihm auf's Wort gehorchen und wie es den Anschein macht, sehr hungrig sind. Natürlich kommen alle besagten Sachen zum Einsatz und das kann sich echt sehen lassen. "Wilderness" ist ein Film der härteren Gangart, hier wird an Blut nicht gespart und die Effekte sind allesamt sehr gut gelungen. Ich hatte einen Heidenspaß.
Die Darsteller sind zwar weitgehend unbekannt machen aber allesamt einen guten Job. Auch die Location ist eine echte Augenweide. Die Aufnahmen der Insel sind sehr schön anzusehen und verbreiten eine schummrige Atmosphäre, knackende Äste, wackelnde Büsche, zwitschernde Vögel ect. echt cool. Obwohl der Film 110 Min. läuft war ich zu keiner Zeit gelangweilt, weil die Zeit wie im Flug vergeht. Zwischendurch gibt's auch ein paar Lacher, die auch wirklich sitzen wie ich finde. "...cut his fucking Head off???" " maybe is the best Bit" ; )
Bassett hat mit seiner zweiten Regiearbeit gezeigt das er deutlich dazugelernt hat und ich kann sagen ich war begeistert!
Dafür gibt's (9/10) zuschnappende Fallen!