Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm... und haut den bösen Menschen den Buckel krumm!
Was passiert, wenn Mörder, Vergewaltiger und Drogendealer als erzieherische Maßnahme auf eine verlassene Insel geschickt werden und dabei in das Kreuzfeuer eines mysteriösen Jägers geraten erfahren wir in Großbritanniens neuestem cineastischem Export-Schlager „WILDERNESS". Dass man dabei noch rein zufällig auf eine Gruppe junger und selbstverständlich auch attraktiver Frauen stößt um fortan gemeinsam gegen den scheinbar übermächtigen Feind vorzugehen gehört sicherlich nicht zu den einfallsreichsten Geschichten der letzten Jahre.
Aber was den Horror-Fan an diesem Werk bei den diesjährigen Fantasy-Filmfesten zu Begeisterungsstürmen hinriss war weniger die ausgeklügelte Story als die knallharte Inszenierung von Michael J. Bassett („DEATHWATCH"), der damit neben Neil Marshall („THE DESCENT", „DOG SOLDIERS") zu den hoffnungsvollsten Regie-Talenten der grünen Insel gehört. Mit seiner kompromisslosen und rasanten Erzählweise schreckt er auch vor expliziten Gewaltdarstellungen nicht zurück und trifft damit den Splatter-Freund mitten ins Herz.
Alles in Allem funktioniert „WILDERNESS" somit als blutiger und spannender Backwood-Slasher, der zwar aufgrund fehlender Innovationen das Genre in keinster Weise neu erfindet aber für eingefleischte Horror-Freunde kurzweilige 90 Minuten bietet und deshalb vorbehaltlos empfohlen werden kann!
(7 / 10)