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Jugendliche Straftäter werden nach dem Selbstmord ihres Zimmergenossen auf eine unbewohnte Insel zum Survival-Training geschickt. Dort sollen sie „ihre Lektion" lernen, denn der Selbstmord war die Folge von ständigen Hänseleien.
Was keiner ahnt: Der Vater des toten Jungen, ein Ex-Elitesoldat, befindet sich auch auf der Insel und bläst zur Jagd ...

Nach seinem zähen „Deathwatch" richtet Regisseur Michael J. Bassett mit „Wilderness" eine blutige Schlachtplatte an, die sich gewaschen hat!

Der Plot ist sicher nicht die Stärke des Films, zumal die Identität des Killers und dessen Beweggründe schon nach kurzer Zeit fest stehen. Auch das typische Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip, nach dem einer nach dem anderen aus dem Leben scheidet ist nicht neu. Zudem finden sich unter den Jugendlichen die allseits bekannten Charakteren wieder: der eigentlich zu Unrecht Verurteilte, das sadistische Arschloch, der Feigling etc.

Trotz der fast schon amerikanischen B-Movie-Verhältnisse sorgt Bassett für viel Spannung, auch wenn diese nicht bis zum Schluss auf dem Niveau bleibt, wie man es zu Beginn noch erwartet. Spätestens nach einer Stunde nämlich sind neue Einfälle Mangelware und die Routine setzt ein.

Zum Ausgleich werden dem Zuschauer durchweg ultraharte Szenen präsentiert, die sich in die Netzhaut brennen! Allein schon der Angriff der Hunde auf Sean Pertwee ist krass gemacht!

Fazit:
Ein wenig mehr Raffinesse bei Figuren und Story und „Wilderness" wäre wohl ein Top-Film! Nach Abzug der leichten Schwächen bleibt aber immer noch eine gradlinige, größtenteils fesselnde Hetzjagd in rauer Naturkulisse übrig. 8/10 Punkten.

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