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Nach dem durchaus gelungenen "Deathwatch" präsentiert Regisseur Michael J. Bassett mit "Wilderness" seinen zweiten Streich - und auch der, obwohl er im Prinzip nichts neues bietet, ist ziemlich gut gelungen.

Dem altbekannten 10-kleine-Negerlein-Prinzip fällt dieses Mal eine Gruppe jugendlicher Straftäter zum Opfer, die zum Zwecke der Resozialisierung auf einer einsamen Insel vor der britischen Küste zusammen mit einem Betreuer ausgesetzt wurde.
Doch anders als der x-te Slasher von der Stange zeigt sich "Wilderness" wesentlich actionorientierter auf der Survival-Schiene. Klassische Horrorelemente sind trotz düsterer Atmosphäre eher spärlich gesäht.

Sehr gut gefielen mit an "Wilderness" vor allem die nüchterne, kühle Insel-Optik und die engagierten Jungdarsteller. Allein deren teils extrem aggressives, rohes Spiel sorgt für ordentlich Spannung. Nie kann man davor gefeit sein, dass auch innerhalb der gehetzten Gruppe plötzlich die ohne jede Vorwarnung Fetzen fliegen - vom plötzlich und gnadenlos zuschlagenden Killer und seiner Hündemeute garnicht erst zu sprechen.
Letztere sorgt bei "Wilderness" auch gleich für die heftigsten Goreeffekte. Diese haben es absolut in sich, bieten Gedärme, abgetrennte Gliedmaßen und Messerkämpfe ohne Kompromisse.

Wer am Ende überlebt wird nicht verraten. Spannend bleibt "Wilderness" mit so manchem unverhofften Abgang bis zum Ende. Die klasse Technik und die guten Jungdarsteller tun ihr übriges, weswegen ich "Wilderness" Fans des knallharten Survival-Actionhorrors absolut empfehlen kann.

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