Wilderness ist zweifellos kein schlechter Film - auch wenn es sich mehr um einen Thriller als um einen Horrorfilm handelt.
Die Story ist zunächst einmal sehr gut durchdacht:
Eine Gruppe von jugendlichen Straftätern soll zur Resozialisierung und zu Lernzwecken ein Wochenende auf einer Insel verbringen. Dort lauert ein Killer in Gestalt eines ehemaligen Elite-Soldaten. Kaum, das die Jugendlichen und ihre Betreuer auf der Insel angekommen sind, eröffnet der Killer die Jagd...
Soweit also nicht schlecht. Die Umsetzung des ganzen schwankt ein wenig: der weitaus größte Teil des Films wirkt sehr professionell (Kinoniveau); ein kleiner Teil (einige Szenen) wirkt eher wie das Niveau einer billig produzierten Fernsehserie. Hierzu trägt auch die Kameraführung bei, die - stellenweise - etwas plump und amateurhaft wirkt (z. B. bei der Szene, wo einer der Jugendlichen in die aufgestellte Bärenfalle tritt und sich darin das Bein abreißt) - dann aber wieder bei anderen Szenen voll professionell wirkt.
Die Schauspieler schwanken ebenfalls etwas: die meiste Zeit über sind sie glaubwürdig, es gibt nur wenige Szenen, die die Ausnahme bilden (z. B. wo sie den aufgespießten Kopf finden).
Gut gefiel mir die Idee mit der Tarnung des "Jägers" (ich hatte selbst mal die Gelegenheit während meiner Zeit bei der Bundeswehr einen solchen Tarnanzug zu tragen - man wird definitiv nicht gesehen vom "Feind") und die Idee mit den abgerichteten Hunden.
Insgesamt kann man sagen, daß es sich für Horror-/Thrillerfans in jedem Fall lohnt den Film mal gesehen zu haben (natürlich nur uncut), alle anderen können ihn eigentlich vergessen.
Ich gebe dem Film 6/10.