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Kriminelle Jugendliche auf einem tödlichen Horrorausflug - nichts Neues, doch der britische WILDERNESS kann sich rühmen, so ziemlich der heftigste und ernsthafteste Vertreter dieser Gattung zu sein. Er lässt die meisten US-Vertreter mit ihren Auflockerungsversuchen weit hinter sich. Durch das Mobbing im Jugendknast und die Anwesenheit von Skinheads kommen zusätzlich unangenehme Aspekte ins Spiel. Mit dem Auftauchen der Mädchen wird der Film zwar kurzzeitig etwas doofer, doch er fängt sich zum Glück schnell wieder und bietet den hammerharten Überlebenskampf, den man sich gewünscht hat. Sowohl die Reibereien innerhalb der Gruppe von Problemkids als auch die Szenen, in denen die Gejagten von Schäferhunden angefallen und zerfleischt werden oder in Bärenfallen Körperteile verlieren, sind schön harter Tobak.
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Nach dem Selbstmord ihres misshandelten Zellengenossen machen mehrere junge Knastis mit ihrem Aufseher einen Sozialisierungsausflug auf eine einsame Insel. Dort treffen sie auf eine zum gleichen Zweck campende Mädchengruppe. Mit dem Sammeln von Sozialerfahrungen wird es leider nichts, denn ein irrer Menschenjäger ist mit auf dem Eiland. Wilderness zeigt die Jagd auf Menschen in der Wildnis. Diese Filmidee ist zwar nicht grundsätzlich neu, wird aber extrem spannend und blutig präsentiert (18er-Fassung). Beim Zuschauer kommt nie Langeweile auf, Logikfehler sind nicht vorhanden. Der Film erinnert mich irgendwie an Dog Soldiers, welcher auch aus England kommt und ebenfalls von der Firma Legend vertrieben wird. Auch der Einsatz von Hunden wird sehr gekonnt dargestellt. Alles in Allem mit Sicherheit kein Fehlgriff oder Fehlkauf (18er-Fassung!) wenn man auf härtere Filmkost steht.