Nette Doku, vorzugsweise über die Werke von Romero, Cronenberg, Carpenter, Hooper und Craven aus den Spät-60er und 70er Jahren.
Leider ein wenig kurz, dafür relativ interessant, da hier die Brücke zu den damaligen Ereignissen in den USA (Studentenbewegung, die 68er, Kennedy Attentat, Vietnamtrauma, etc.) und dem Filmoutput geschlagen wird.
Die Regisseure kommen hier zu Worte und plaudern ein wenig aus dem Nähkästchen, bzw. deren Motivation, ebenso FX Guru Tom Savini, der seine Erlebnisse in Vietnam wohl in Filmen verarbeitete.
Hier wird dem Zuschauer auch nochmal in das Gedächtnis gerufen, was eigentlich in diesen Zeiten für heftige und gut gemachte Horror und Terrorfilme entstanden.
Die gnadenlose Ohnmacht bzgl. der damaligen Ereignissen und den daraus resultierenden Ängsten brachten schonungslose Filme hervor, die selbst heute noch Schocken und ihre unbestrittenen Qualitäten haben.
Für Fans dieses Genres eine sehenswerte Doku, die allerdings nach einmaligem Sehen zu den Akten gelegt werden kann.
Die Zusammenhänge mit den damaligen Zeiten und Ereignissen sind ganz gut hervorgehoben. Nach diesem "Rezept" müssten heute (wenn man sich mal die momentanen Ereignisse anschaut), lauter heftige Klassiker entstehen, ist aber nicht.
Warum? Das mag viele Gründe haben (die Studiosysteme, das Publikum, Regisseure, etc.)
Schade! Gerade die Epoche, die in "The American Nightmare" beleuchtet wird, hat einige Klassiker auf die Welt losgelassen, die nicht nur vordergründig mit Schocks glänzten, wie es heute oft der Fall ist...