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1968, Goerg A. Romero gelingt mit "Night of the living Dead" ein Film, der eine neue Ära einleitet. Der Film ist brutal, er ist zynisch und er hält einer Amerikanischen gesellschaft, die von Krisen und Unsicherheit geprägt ist einen brutalen Spiegel vor. In den nächsten Jahren werden Romero weitere Regisseure folgen, die mit ihren Filmen das Horror Film Genre revolutionieren und dabei doch mehr zeigen als nur Blut und Gedärme. Auch sie üben Kritik und spielen mit dem Genre Horror in einem zwar auch schon zuvor bekannten Kontext, aber so drastisch und voller Bitterkeit wurden die Themen noch nie angepackt.

"The American Nightmare" widmet sich diesen Filmemachern, die sich in der Zeit, die geprägt ist von Vietnam, Rassenunruhen Morden an hochrangigen Politerkn und Sexueller Revolution, einen Schritt (oder auch mehrere) weiter vor wagten als alle andere vor ihnen. Adam Simon lässt sie alle zu Wort kommen in aufschlussriechen und interessanten Interviews. Egal ob nun Romero, Cronenberg, Craven, Hooper, Landis oder Carpenter, sie alle schildern, unterlegt von Szenen aus Filmen wie "Texas Chainsaw Massacre", Helloween, Night of the living Dead, Dawn of the Dead, Shivers, Videodrome, The Crazies und vielen anderen mehr, was ihre Intensionen waren, was sie Aussagen wollten.
Dazwischen kommen auch immer wieder Filmwissenschaftler zu Wort, die die Filme auch in die entsprechenden Gesellschaftlichen Kontexte einordnen und die Bedeutung der einzelnen Regisseure für das Genre und die Filmindustrie an sich beleuchten.

Das alles ist unterteilt in verschiedene Kapitel, die sich immer einem der angesprochenen Regisseure widmen und dabei eine gelungene Mischung aus Filmszenen und Interviews bietet. Natürlich kann man hier anführen, dass sich der Film nicht wirklich kritisch mit den genannten Filmen auseinandersetzt, aber da kann man allein schon auf Grund des unglaublichen Informationsgehalts und Insiderwissens getrost drüber hinwegsehen.

Zwei Abschintte aus "An American Nightmare" verdienen es dabei noch gesondert erwähnt zu werden. Zunächst der Titelvorspann, der auf bedrückende und verstöhrende Art und Weise Szenen aus alten nachrichtesendeungen der damilgen Zeit mit Szenen aus den Filmen die angesprochen werden vermischt und somit die Grenzen zwischen realem Horror und Fiktion ahtlos verwischen lassen.
Zum anderen ist es der Abschnitt, der sich Effekte Guru Tom Savini widmet. Es entbiedet nicht einers gewissen makabren Beigeschmacks wenn Savini, der als Kriegsfotograf in vietnam war, berichtet wie er sich die dortiegen Leichen zum Vorbild nahm für seine späteren Arbeiten, wie er sich allein durch die Distanz die seine Kameralinse zu den Grausamkeiten die er dort sah, schaffen konnte das gesehene ertragen konnte. Und so will man ihm gerne glauben wenn er dann auch sagt, das er noch heute bei seiner Arbeit die Ergebnisse mit anderen Augen sieht als die Zuschauer, die nichts über seinen Hintergrund wissen.

Wer also Einblicke dieser Art in eine unglaublich produktive und provozierende Epoche des US Horror Films gewinnen möchte sollte sich diese mehr als gelungene Dokumetation ansehen, denn was man hir an Infos bekommt bedarf ansonsten schon einiger Recherche in Fachbüchern und Audiokommentaren. Der Splatterfan, dem Inahlte egal sind, bekommt zu dem noch eine 70 minütige Vorführung der best ofs der besprochenen Filme. Sollte man sich diese Dokumentation aus diesem Grund ansehen, hat man allerdings so rein gar nichts von dem Verstanden, was einem hier in 70 kurzweiligen Minuten präsentiert wird. 8 von 10 Punkten.

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