Shadow Man
Taxidriver: Was that the gunfire?
Seagal: No! That was just loud music!
Was hat sich der Sensei denn nun schon wieder gerissen? Also wenn Seagal so weiter macht verliere sogar ich den Respekt vor ihm. Mit Shadow Man hat Seagal den wohl sinnlosesten aber nicht schlechtesten Film seiner Karriere abgeliefert. Also ganz so schlecht wie Black Dawn ist Shadow Man zum Glück nicht, dafür ist er zu unterhaltsam. Allerdings ist Shadow Man wieder eine ganze Klasse schlechter als sein letzter Film Mercenary For Justice.
Die Story falls man das überhaubt so nennen kann ist allseits bekannt aus Seagals letzten Filmen (Seit The Foreigner hat sich der Plot ja nicht mehr verändert). Seagal prügelt sich mal wieder durch den Ostblock und hinterlässt einen unheimlich hohen Bodycount. Diesesmal muss Seagal als Ex-Agent seine gekidnappte Tochter wiederfinden. Doch dieser simple Plot verwandelt sich für Jack Foster als echtes Abenteuer, denn er muss sich nebenbei noch um einen gefährlichen Virus und um eine Mafia kümmern.
Shadow Man wurde von dem Deutschen Regisseur Michael Keusch gedreht, hoffen wir mal das es seine letzte Arbeit mit Steven Seagal war. Shadow Man kommt durch die billige Inszenierung und den schlechten Schauplätzen rüber wie eine RTL Produktion. Ich hatte manchmal echt das Gefühl eine Episode von Alarm Für Cobra 11 zu sehen. Also so schlecht ist der Film nun auch wieder nicht, aber Shadow Man ist schon an der Grenze des B-Movie.
Sehr gewundert und überrascht hat mich in Shadow Man der Härtegrad. Die Schießereien und kämpfe machen Shadow Man eindeutig zu dem Härtesten Seagal Film der letzten Jahre. Was aber nicht heißt das die Action gut Inszeniert wurde. Seagal prügelt und schießt alles nieder was ihm in den weg kommt, egal ob Männlein oder Weiblein. Seagal reagiert viel zu übertrieben und seine ständigen Gewaltausbrüche nerven nach einer Zeit sogar. Ob der Film hier in Deutschland noch mit Keiner Jugendfreigabe durchkommt halte ich für nicht so warscheinlich.
Fazit:
Ich will über diesen Film keinen Roman schreiben. Shadow Man zählt zwar klar zu den schlechteren Seagal Filmen, aber ein total Absturz ist Shadow Man nicht. An diesem Werk war einfach mal wieder der falsche Regisseur dran. Seagal ist wie immer eine Übermacht und erledigt mal so ebend einen Hubschrauber mit einer Pistole (Habe mich vor Lachen nicht mehr eingekriegt). Shadow Man ist mit vielen unnötigen Szenen gespickt wie die Eröffnungs Sequenz (Was Bitteschön hat das mit dem weiteren Verlauf zu tun?) die den Film ins lächerliche ziehen. Dazu versucht Seagal auch noch häufig witzig zu sein was ihm nicht gelingt, (Da schaue ich mir doch lieber eine Mad TV Steven Seagal Parodie von Will Sasso an) und so auch dieser versuch kläglich scheitert. Als Fazit kann man da nur sagen Mission Failed. Unterhalten habe ich mich zwar gut, aber langsam wird es echt eintönig.
Ein mäßiges B-Movie was man sich aber trotzdem mal anschauen kann. Seagal Fans kommen eh nicht an Shadow Man vorbei. Ganz knappe 5/10 Punkte.
Noch eine kleine Warnung zum Schluss: Nehmt euch in Acht vor Seagal! Er lässt einige brandgefährliche One-Liner ab!