In seinem neuen Actionthriller "Shadow Man-Kurier des Todes" spielt Steven Seagal Jack Foster, der eigentlich nur mit seiner Tochter ins Heimatland deren Mutter Rumänien (wie in allen neuen Actionfilmen) auf Urlaub fahren möchte. Jedoch wird diese gleich zu Beginn am Flughafen gekitnappt, woraufhin Jack schließlich ziehmlich wütend wird.
Auf der Suche nach seiner Tochter bemerkt er, dass er selbst in Besitz eines Virus ist, hinter dem speziell die russische Mafia her ist, welche ihne daraufhin jagt.
Der Film beginnt recht vielversprechend und bietet auch eine sehr spektakuläre Explosion. Außerdem gibt es eine gute Verfolgungsjagd, blutige Schießereien und auch wieder mal einpaar nette Fights. Die Innenaufnahmen der Autos bei den Verfolgungsjagden sind zwar gleich schlecht gemacht, wie schon bei "The Detonator-Brennender Stahl", dem jüngsten Actionstreifen mit Wesley Snipes (wie auch "Shadow Man" von Andrew Stevens produziert), jedoch stört das nicht sehr und die Jagden sind eigentlich sehr aufregend und kurzweilig.
Insgesamt ist der Film mit großer Sicherheit besser als zuletzt "Mercenary for Justice" und auch "Submerged", jedoch verfehlt "Exit Wounds-Die Copjäger", "Alarmstufe:Rot" und die vielen anderen Blockbuster aus Seagals besseren Tagen um Längen. Außerdem könnte man die für Andrew Stavens typische Location für B-Actionfilme Bukarest vielleicht auch hin und wieder durch eine andere (und meiner Meinung nach auch schönere) Stadt ersetzen, denn das wird langsam fad. Denn billig produzieren kann man mit Sicherheit auch in anderen Städten (wenn nicht sogar in Nicht-Osteuropa-Städten).
Alles in allem ist der Film jedoch ganz gelungen, bietet zwar nicht sehr viel Action, dafür aber recht viel Spannung und sieht auch nicht sehr billig aus. Doch könnte sich Seagal wieder auf die alten Zeiten konzentrieren und vielleich sogar mal an "Alarmstufe:Rot 3" denken, denn das wäre garantiert ein totaler Erfolg an der Kinokassa und die Karriere würde vielleicht wieder bergauf gehen.