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Selbst als wirklich langjähriger Seagal-Fan verliere ich so langsam die Geduld. Was Regisseur Michael Keusch hier präsentiert hat wirklich nichts, was auch nur irgendwie einer besonderen Erwähnung würdig wäre: Bestenfalls mittelmäßige Action nach mindestens 100 mal gesehener, budgetfreundlicher Ostblock-Machart, eine Story, die den Namen nicht verdient und nicht zu vergessen Hamsterbacke Steven Seagal bzw dessen omnipräsentes Double - nichts davon kann auch nur ansatzweise überzeugen.
Am meisten krankt "Shadow Man" an seiner sehr spärlich gesähten Action. Würden die wenigen Shootouts einen anständigen Bodycount erreichen und hätte Regisseur Keusch auf die fast schon grotesk miese Helikopterszene verzichtet, man hätte durchaus noch ein Endergebnis über dem Genredurchschnitt erzielen können. Aber wenns schon kaum Action gibt, mit was soll denn bitteschön ein Seagal-Film des neuen Jahrtausends punkten? Richtig, da ist nichts! Innovationen sucht man vergebens, ebenso Stevens alte Kampfküste. Dafür gibts jede Menge Klischees und einen Schauplatz Bukarest, den ich mittlerweile einfach nicht mehr sehen kann! Eigentlich fehlt nur noch, dass Seagal sich auch in den Dialogen doublen lässt...

Ich hab eigentlich echt kein Problem damit, die völlig ausgelutschte Ex-Agenten-Story ein weiteres Mal aufgetischt zu bekommen, aber dann soll wenigstens die Action stimmen. Die offenbar handgezimmerte Explosion zu Beginn und einige nette Einschüsse zeigen, dass auch aus "Shadow Man" etwas hätte werden können. Aber da hätte wohl auch ein fähigerer Regisseur hergemusst...

Fazit: Wirklich nur für Komplettisten. Die wenigen Actionmomente vermögen es leider nicht, den mäßig gespielten und inszenierten Film noch über den Durchschnitt zu hiefen. Wegen Steven Seagal sollte man den Film erst recht nicht kaufen, er ist einfach nicht mehr der Rede wert und scheint nur noch (Billig)Markencharakter zu besitzen.

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