Vampire mit Schulterpolstern - Hell Yeah!
„Vamp“ hat in 80s gebadet, sich mit ihnen eingesprüht, sie eingeatmet, einziehen lassen und über jede Pore aufgenommen. Und nun strahlt dieser maskuline Monstermash zwischen MTV, Collegecomedy und Travestie eine Aura aus, die man als Fan dieses Jahrzehnts einfach gesehen haben muss. Allem voran eine einzigartige Grace Jones, die mit einer nahezu sprachlosen, hypnotischen Show alle Blicke und Wows auf sich zieht. Trotz insgesamt wenig Screentime. Und Tarantino hatte den sicher auch im Hinterkopf oder VHS-Player als er seinen Vampirroadtrip für Kumpel Rodriguez geschrieben hat… Wir folgen drei jungen Verbindungstypen, die in einem mysteriösen Stripschuppen in L.A. landen, wo sie die Nacht ihrer Leben erwartet - aber auf eine wesentlich bissigere Weise als sie sich vorgestellt hatten…
From Frat Till Splat
Sexy, seedy, stylisch. Clubbing, Vibing, Stripping und Sucking mit Grace Jones. Was könnte es Schöneres geben?! Das bringt gleich mehrere Körperflüssigkeiten in Wallung. Gedde Watanabe ist Gold. Alles wirkt mal unschuldig, mal macho, mal blutrünstig. Immer charmant und flott. Ein Paradebeispiel für die 80er. Unberechenbar und keinen F gebend. Wo die Straßen, Clubs sowie Kanalisationen grün-lila beleuchtet waren. Wo die Gabelstapler angreifen. Wo Skelette Mittelfinger zeigen. Die Synthesizer dröhnen. Die roten Cabrios aufklappbare Frontscheinwerfer hatten. Buddies über den Tod hinaus zusammenhielten. Mit gruseligen Schneeflocken. Mädels stolz auf ihre Nacktheit waren. Regenbögen am Ende eines langen Tages voller explodierender Köpfe und gepfählter Herzen schimmerten. Volare, cantare, indeed, meine Freunde!
Fazit: einer der stylischsten Vampirfilme. Absolut 80s. Absolut toll. Für Fans von Grace Jones, „The Lost Boys“, „Dead Heat“, „Night of the Comet“ oder „Begierde“ ein echtes Vergnügen, ein wortwörtlicher Nobrainer!