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It`s Thriller-Time! Endlich mal wieder ein neuer Film mit Michael Douglas. Spielend im Dunstkreis des US-Präsidenten. Mit einem Maulwurf in den Reihen des Secret Service, sogar Kiefer Sutherland als Oberermittler, Eva Longoria als Augenweide usw. usw. Meine Vorfreude war schon mal relativ groß, auch wenn der Film an der Kinokasse keine Bäume ausreissen konnte.

Douglas spielt einen Secret-Service-Personenschützer, der den Präsidenten (David Rasche) und seine Frau (Kim Basinger) schützen soll. Durch einen Informanten erhält er den Tipp, daß ein Attentat auf den Präsidenten erfolgen soll und ein Secret-Service-Agent soll dabei mit den Attentätern unter einer Decke stecken. Der Fall wird an Breckinridge (Kiefer Sutherland), den Top-Ermittler weitergegeben, der Douglas für das Scheitern seiner Ehe verantwortlich macht. Gleichzeitig wird Douglas von Unbekannten erpresst, weil er eine Affäre mit der First-Lady hat.
Relativ schnell hat sich Breckinridge auf unseren Helden, Michael Douglas, als Hauptverdächtigen eingeschossen. Ist er der Verräter?

Die Story erinnert natürlich etwas an Filme wie "In The Line Of Fire", aber erscheint durchaus interessant bzw. unterhaltsam zu sein. Die Darsteller/Innen sind gern gesehene Gäste auf unseren Bildschirmen - was also könnte den Filmgenuss verhindern?

Da wäre erstmal das Drehbuch, daß zwar eine oberflächlich ordentliche Arbeit darstellt, aber leider auch sehr entscheidende Schwächen beinhaltet. Zuerst mal die etwas langatmige Einführungsphase, bei der durch Cut und Regie zwar versucht wird diese interessant erscheinen zu lassen, was aber absolut nicht der Fall ist. Dazu kommt der konstruierte KOnflikt zwischen Douglas und Sutherland, der gerade durch seine abrupte Auflösung noch viel unglaubwürdiger erscheint. Die total fehlenden Beweggründe der Attentäter, der etwas chaotische Showdown, die jegliche Tiefe vermissen lassende Charakterzeichnung usw.

Das Casting ist hier auch so eine Problemzone. Michael Douglas inmitten deutlich jüngerer Personenschützer zu sehen wirkt nicht gerade sehr glaubhaft. Und von David Rasche, alias Sledge Hammer, erwartet man eigentlich immer den Spruch "Vertrauen Sie mir, ich weiß was ich tue!" zu hören. Gut, kann man nix dran machen, man freut sich allerdings schon die beiden mal wieder auf der Leinwand/Bildschirm zu sehen. Fanbonus sozusagen...

Darstellerisch ist das gesamte Ensemble eigentlich ok! Aber wie schon erwähnt, das Drehbuch gibt allen nicht allzu viele Entfaltungsmöglichkeiten.

Die Regie kann aus dem Drehbuch auch kein Meisterwerk machen, versucht zwar durch den Einsatz von diversen Kamerafiltern dem ganzen noch einen Touch von Hipness oder sonstwas zu verleihen, was aber im Zusammenwirken mit der ebenfalls recht dürftigen Musikuntermalung ziemlich nervt.

Fazit: Auch wenn ich mit Michael Douglas als Steve Heller in den "Strassen von San Francisco" quasi aufgewachsen bin und er auch über die Jahre eine Menge an guten Kinofilmen abgeliefert hat, bin ich von diesem Streifen doch etwas enttäuscht.  Das liegt zwar weder an Douglas noch an den anderen Darstellern, sondern vielmehr am unschlüssigen Drehbuch unnd der nicht sehr souveränen Regie. Unterhaltsam zwar, aber leider auch nicht mehr!

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