Review

Regisseur Clark Johnson versuchte mit „Sentinel – Wem kannst du trauen?“ wohl an „S.W.A.T.“ anzuknüpfen. In gewisser Weise mag ihm das auch gelungen sein. Überzeugen konnte mich im Nachhinein keiner der beiden Streifen so richtig, insbesondere dieser hier nicht.

Inhaltlich bietet sich dem Zuschauer solide Thriller – Kost, welche jedoch nicht allzu schwierig zu durchschauen ist. Die Story ist doch ziemlich geradlinig und besitzt leider überhaupt keine Überraschungsmomente. Auch der Maulwurf in den Reihen des Secret Service stellt irgendwie kein allzu großes Geheimnis dar. Und spätestens seit der großen Werbekampagne für „Sentinel“ dürfte klar sein dass Michael Douglas in der Rolle des Pete Garrison nicht der Verräter ist.
Der Film besitzt einige gute Momente, welche auch durchaus spannend rüberkommen. Es fehlt aber oftmals der Funke der den Film vom Durchschnitt abheben lässt.

Ein klein wenig Boden gut machen kann der Film jedoch aufgrund seiner guten Darsteller. Dass Michael Douglas durchaus noch das Zeug dazu hat in einem Thriller die Hauptrolle zu übernehmen stellt er hiermit unter Beweis, auch wenn man ihm das eine oder andere Jährchen doch ankennen mag. Die beste Figur macht meiner Meinung nach Kiefer „Jack Bauer“ Sutherland. Es dürfte für ihn wohl mehr Anstrengung gekostet haben als Agent im Rahmen des erlaubten zu bleiben (was bei „24“ ja nicht immer der Fall ist) als seine Rolle gut hinzubekommen. Man nimmt ihm die Rolle auf jeden Fall ab und er kann mit Michael Douglas allemal mithalten. Kim Basinger und Eva Longoria spielen wohl eher den optischen Part, da keine von beiden eine wirklich tragende und entscheidende Rolle spielt. Aber letztere ist wirklich mehr als nur eine Augenweide, was sie ja auch bereits in Desperate Housewives deutlich unter Beweis stellte.

Alles in allem ist „Sentinel – Wem kannst du trauen?“ ein viel zu solider Thriller, welcher zwar einige gute Momente besitzt, es ihm jedoch an Einfallsreichtum mangelt und der Funke nicht so richtig überspringen mag, obgleich die Darsteller eine durchaus gute Leistung zeigen. Der Film ist irgendwie zu durchsichtig und bietet leider nicht viel Neues. Für einen normalen DVD-Abend aber allemal zu empfehlen und auch Fans für Kiefer Sutherland und jene die nicht länger auf die nächste Staffel von „24“ warten wollen, auf jeden Fall Empfehlenswert.

Details
Ähnliche Filme