Review

Eine Braut geht auf der Flucht vor ihrer Hochzeit in der Wüste verschütt. Während der Sheriff einen Sandsturm dafür verantwortlich macht, zieht sein Hilfssheriff Langley los und entdeckt schier Unglaubliches: Eine altertümliche Stadt, in der die Bewohner mal auftauchen und auch wieder verschwinden, eine Geisterstadt also, was denn der helle Cop auch nach einer geschlagenen halben Stunde endlich kapiert. Doch seine Mission ist, die holde Blondine aus den Fängen des Bösewichtes zu befreien, der schon seinen Amtsvorgänger von vor hundert Jahren auf dem Gewissen hat. Bleibt nur noch zu klären, wie man Geistercowboys ins Jenseits befördert. Silberkugeln sind bekanntlich bei Werwölfen effektiv, Holzpflöcke bei Vampiren und bei Geistern? Richtig, der Geistercolt, den unser etwas schlichter Held so auffällig oft immer wieder beiseite legt, noch mal 'ne halbe Stunde verschenkt. Die Story ist simpelst von einem der zwei Genres kopiert, die dieser Film mischt, nämlich dem 08/15-Western. Vom Horrorgenre kommt die Idee der Geisterstadt mit ihren untoten Bösewichten als Bedrohung hinzu und fertig ist eine weitere unaufregende Produktion von Charles Band, zu der David Schmoeller ("Puppet Master") das Drehbuch schrieb. Was einen erwartet ist der schon tausendmal abgenudelte Fremde, der in die Stadt kommt und für Ordnung sorgt, was der heimische Sheriff nicht schaffte. Klaro leben selbst die Geisterbewohner in Angst und Schrecken vor dem fiesen Devlin und selbstverständlich sieht der schwarzgekleidete Gunslinger auch gammeliger als jeder andere in dem Wüstenort aus. Die Standardszenen wie das Duell auf der Straße oder den verbalen Schlagabtausch am Pokertisch lässt man nicht aus, das einzige, was diesen kleinen Streifen für Freunde gewisser Filme interessant machen könnte, ist der Goregehalt. Denn meistens wird immer schön auf den Kopf gezielt, welcher in so ziemlich alle Richtungen durchschossen auftaucht, dazu noch etwas hacken und stechen mit Spitzhacke, Rasiermesser oder glühendem Eisen plus etwas Maske aus Latex. Das Hauptproblem am ewigen Showdown ist nicht allein die Vorhersehbarkeit, sobald man den Titel liest, sondern die uninteressanten Charaktere und die Kunst, nicht eine originelle Szene auf die Beine zu bekommen. Dafür schweift die Story sogar in der Mitte noch in eine kurze Lovestory ab, die völlig deplaziert wirkt, zum Glück fehlt das Happy End zwischen Kate und Langley. Filme wie "El Topo" gibt es nicht wie Sand am Meer und Horrorwestern wie "Dust Devil" sind auch nicht gehaltvoller.

Fazit: Horrorwestern einfach, außer gesundem Blutvergießen ist nichts der Rede wert. 3/10 Punkten

P.S.: Diese Review bezieht sich auf die gekürzte VHS-Fassung von VPS/Empire.

Details
Ähnliche Filme