Review

The Fall als Geheimtipp gepriesen enttäuscht fast auf ganzer Linie.
Es fällt wirklich schwer sich auf den Film einzulassen,da er in vielen Punkten krankt.
Ganz sicher ist hier zu nennen, dass The Fall viel zu lang geraten ist und außerdem viel zu spannungsarm.
Es geht in der Grundstory um einen Stuntman,dessen Stunt missglückte und er nun Querschnittsgelähmt im Krankenhaus liegt. Dort erzählt er einer kleinen Patientin Geschichten,welche wir uns dann antun müssen.
Eigentlich ist es eine Hauptgeschichte,welche absolut langweilig ist,denn sie ist aufgemacht wie eine simple Kindergeschichte. Keiner der Charaktere wächst einem ans Herz.Alle Figuren wirken trivial und deren eigene Geschichte entwickelt sich so simpel und unspektakulär,dass man nach einer halben Stunde abschalten möchte. Das Eintauchen in eine Märchenwelt gelingt zu keinem Zeitpunkt.Dafür wirken viele Orte zu detailarm und fast immer ist Blue-Screen zuerkennen.Die Kostüme sind ebenfalls lächerlich und distanzieren die Figuren zu ihrer Umwelt nur noch mehr. Die Dialoge sind bewußt niveaulos und damit langweilig, auch die zwischenzeitige Action kann nicht überzeugen,denn (bis auf ein paar Blutspritzer und die End-Todesszenen) bewegt sich alles auf Kinderniveau.
Einzig wenige Momentaufnahmen und diverse Kontraste können überzeugen (Labyrinth,stellenweise die Wüste).Die sind aber so rar gesäät,dass dies den Film keineswegs aufwertet. Es will einfach keine richtige Atmosphäre aufkommen.
Dabei ist die Grundgeschichte im Gesamten spannender und atmosphärischer,als die überwiegend gezeigte Märchenwelt.
Von Subtilitält fehlt hier ebenfalls jegliche Spur,die emotionale Welt wird genauso plump und stereotypisch geschildert,wie schon zu Hauf gezeigt. Es gibt keinen Grund sich darauf einzulassen.
Am Besten schneidet bei The Fall noch der Hauptdarsteller, in der realen Welt, ab, dass kleine Mädchen hingegen empfand ich teilweise nervend.
Für wen wäre denn The Fall was? Eigentlich nur für Zuschauer dir keinen Tiefsinn erwarten,sich sofort und ohne Probleme auf die Figuren einlassen können und mit einer simplen Story zufrieden sind.
Einem Pluspunkt gibt es noch und zwar das Intro mit Beethovens No 7 und die waghalsigen gezeigten Stunts (ebenfalls selbige Musikuntermalung) aus den Schwarz-Weiß-Zeiten.

Fazit:
The Fall bietet keine Innovative Geschichte und vermag es nicht den Zuschauer in seine Märchenwelt zu geleiten.Zu simpel wirkt alles:Dialoge,oberflächliche Figuren,roter Faden usw.
Und die Moral von der Geschicht... ist ebenfalls schon tausendmal verwurstet wurden.
Durch die wenige Spannung und der schwachen visuellen Märchenwelt verliert man schnell die Lust am Gucken.
Beim wem sich dieses Gefühl nach einer halben Stunde einstellt, dem kann man sagen,es wird nicht besser.Wer dagegen bis dahin keine Probleme mit den oben genannten Negativpunkten hatte,wird auf gleichen Niveau weiter bedient.

4 von 10 Punkten

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