Hm, über einen Film mit einer Laufzeit von nicht einmal ganz zwei Minuten, kann ich nicht wirklich viel schreiben.
Um nicht gleich alles zu verraten, folgt betreffend Filminhalt nur gerade ein einziger Satz: Ein junger Mann betrachtet auf einem kleinen TV-Bildschirm triste Aufnahmen von echten Kriegsverbrechen, Morden usw., währenddessen verstümmelt er sich selber mit einem Messer...
Dieser praktisch unbekannte Amateurfilm aus Schweden gehört zu den besseren Kurzfilmen, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. CONTROL ALT DELETE könnte man als Mix eines (sehr kurzen) Kunstfilms, Amateur-Splatters, Mondos und eines japanischen Harakiri-Films bezeichnen.
Auf dem kleinen TV-Bildschirm sind in diesem Film von Magnus Gillberg (schwarzweiße) Ausschnitte von diversen schlimmen Gräueltaten zu sehen. Einige der Aufnahmen haben Genrekenner bereits zuvor in diversen Mondos oder TV-Dokumentarfilmen gesehen.
Die blutigen Goreszenen in CONTROL ALT DELETE wurden nicht besonders realistisch inszeniert. Von einem solchen kleinen Filmprojekt sollte man dies aber auch nicht erwarten. Die Goreeffekte sind jedoch immerhin realistischer, als in den meisten durchschnittlichen Amateur-Genrebeiträgen aus Deutschland.
Gesprochen wird in diesem ziemlich ungewöhnlichen Kurzfilm aus dem Jahre 2004 übrigens kein einziges Wort.
6,5 Punkte