Anna Farris spielt eine frisch geschiedene junge Frau, die einen Job als Haushälterin im "Grudge House" annimmt, wo sie schnell feststellen muss, dass dort übernatürliche Kräfte am Werk sind. Während die Menschheit von riesigen iPods angegriffen wird, landet sie schließlich in einem abgeschiedenen Dorf.
Nach dem ordentlichen Auftakt der "Scary Movie"-Reihe und dem rekordverdächtig schlechten zweiten Teil scheint sich das Niveau der Reihe nun endgültig unter dem Mittelmaß einzupendeln. Denn wie "Scary Movie 3" ist auch der vierte Teil unterdurchschnittlich und nur mäßig unterhaltsam, aber immer noch besser als der Totalausfall "Scary Movie 2".
Wie beim unmittelbaren Vorgänger ist auch hier keine eigene Story, kein roter Faden erkennbar, da der Film ziemlich willkürlich, zusammenhanglos und konfus aus diversen Hollywoodproduktionen, diesmal unter anderem "Krieg der Welten", "The Grudge", "Saw", "The Village", "Dark Water", "Million Dollar Baby" und vielen anderen, zusammengewürfelt und baut damit nicht einmal ansatzweise Spannung oder Dramatik auf, aber das war auch nicht anders zu erwarten.
Leider enttäuscht aber auch der Humor, wenn man ihn den überhaupt so nennen will. Intelligent ist, wie zu erwarten war, kein einziger Gag und statt die parodierten Filme an ihren schwachen Punkten zu treffen, wie es vor allem bei "Krieg der Welten" oder "The Grudge" überaus einfach gewesen wäre, spielt man nur auf diese an. Mit den Agenten-Parodien "Die nackte Kanone" 1-3 hatte Regisseur Zucker eigentlich gezeigt, dass er sich auf gelungene Parodien versteht, aber das, was er hier abliefert ist eher traurig. Zucker setzt ausnahmslos auf billigen, derben Slapstick und Fäkalhumor der geschmacklosesten Sorte, womit er allerhöchstens in der ersten Viertelstunde ansatzweise unterhält, wonach das Konzept, das eigentlich schon lang blutleer geworden ist, Verschleißerscheinungen zeigt und der Film dauerhaft langweilt. Zwischenzeitlich ist der eine oder andere Gag so primitiv und schlecht, dass doch noch ein Schmunzeln drin ist, aber mehr kann man sich von "Scary Movie 4" beim besten Willen nicht erhoffen.
Auch ansonsten mangelt es Zucker an Innovationen, um einen gelungenen Film auf die Beine zu stellen. Der Score ist unauffällig, die Effekte sind eher billig und auch narrativ ist der Film dermaßen holprig, dass man Zucker, dem schon lang nichts wirklich gutes mehr gelungen ist, allmählich Nahe legen sollte, seine Laufbahn als Regisseur, Autor, Darsteller und Produzent zu beenden, denn der schwache Humor, auf den Zucker wegen mangelnder Innovation zurückgreifen muss ist dann doch eher ein Armutszeugnis.
Anna Farris, die mittlerweile zum Aushängeschild der Reihe geworden ist, spielt ihre Rolle durchaus solide und verbucht erneut den einen oder anderen Lacher, aber retten kann auch sie nichts mehr. Und auch der restliche Cast ist durchaus ordentlich besetzt und neben Gastauftritten von Bill Pullman, Charlie Sheen und Michael Madsen ist es vor allem Leslie Nielsen, der in der Rolle des vertrottelten amerikanischen Präsidenten wenigstens ein bisschen war rettet.
Fazit:
David Zucker mangelt es an Innovationen, so schustert er sich eine zusammenhanglose Story aus diversen Vorlagen zusammen, zeigt auch inszenatorisch zu wenige Ideen und setzt ausschließlich auf niveaulosen und derben Fäkalhumor, um diese Lücken zu schließen, womit er alles in allem nicht mehr als gepflegte Langeweile liefert und immerhin den desolaten zweiten Teil der Reihe überbietet. Nur etwas für eingefleischte Anhänger der Reihe.
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