Basierend auf einer wahren Geschichte von einer texanischen Sklaven Ranch. Ein Kriegsveteran reist durch Texas und erlebt den absoluten Alptraum. Immer noch mit dem Horror des Krieges konfrontiert, trifft Trevor auf die teuflische Broderick Familie in Hoboken Hollow. Ein abgelegenes Bergdorf entfernt von jeglicher Zivilisation. Dort nimmt der Wahnsinn seinen Lauf. Die Geschehnisse in Hoboken Hollow stellen selbst Trevors Kriegserlebnisse in den Schatten...
Man, was für eine Gurke!
Allmählich könnte selbst ich es kapieren, dass man von neuen, unbekannten FSK18-Horror-DVDs die Finger lassen sollte, von denen man noch nie etwas gehört oder gelesen hat. Von gefühlten 100 ausgeliehenen entpuppten sich 95 als Rohrkrepierer, was auch in diesem Fall bei "Hoboken Hollow" sein sollte.
Da wird mit großen Namen geworben, C. Thomas Howell (Hitcher - Der Highwaykiller), Dennis Hopper (True Romance), Michael Madsen (Kill Bill), Robert Carradine (Big Red One) geben sich die Ehre, hier mitzuwirken. Warum, weiß keiner, aber ich will die seelischen Abgründe dazu gar nicht wissen, auch wenn es alles nur Kurzrollen sein sollten.
Zum Film selbst: "Hoboken Hollow", was sich wie ´ne Geschlechtskrankheit anhört, sieht sich auch genauso appetitlich an - Die ersten dreißig Minuten von diesem B-Film sind stinklangweilig, es werden so viele (unnötige) Charaktere in den Ring geworfen, dass man gar nicht erkennen kann, wer da was und mit wem jetzt darstellen soll.
Dann lichtet sich die Story etwas: Aha, es geht also um eine Psycho-Familie (leichte Anlehnung an "Haus der 1000 Leichen"), die Landstreicher, Penner und Gesocks einfängt, um sie als Sklaven auf ihrer Ranch arbeiten zu lassen. Spuren sie nicht, werden sie verhäxelt und gefrühstückt.
Das Terror- und Kannibalen-Thema also. Davon sieht man aber nicht viel, die Familie ist hässlich und lächerlich unglaubwürdig geraten, das Kannibalen-Thema wird höchstens erwähnt bzw. im Off gezeigt.
Die "Sklaven" arbeiten nur angepisst ihre aufgedrückte Arbeit ab und fragen sich, was sie gegen ihre Misere machen können. Hier und da flüchtet mal einer, wird wieder eingefangen, es gibt kurz Haue & Psycho-Terror (gähn) und weiter geht´s mit der Arbeit.
Das ist alles so etwas von uninspiriert abgedreht worden, Szene an Szene ohne erkennbaren Sinn aneinandergereiht. Keiner der Protagonisten handelt hier auch nur annäherend nachvollziehbar, dass jegliche Spannung im Keim erstickt wird. Und dabei hab ich nichtmals die dämlichen Dialoge erwähnt...
Die Darsteller spielen unter aller Sau, keiner wirkt sympathisch oder bekommt die Rolle des Helden aufgedrückt. Von Charakterzeichnung hat der Regisseur auch noch nie etwas gehört.
Selbst Gore-Hounds können einen weiten Bogen um diesen Schund machen. Zwei, drei billige Szenen, die sich von der Qualität her zum Film nicht unterscheiden. Das war es dann auch schon.
Wäre ich die Mutter von Regisseur Glen Stephens, würde ich ihm die Kamera abnehmen und irgendwo verstecken.
Übelster Videothekenschund, aber es gibt noch schlechtere wie "Hoboken Hollow".
1,5/10