"From Hell" handelt von einem der bekanntesten, wenn nicht sogar dem bekanntesten, Serienmörder aller Zeiten. Die Rede ist von Jack the Ripper, der 1888 (womöglich auch darüber hinaus) im Londoner East End sein Unwesen trieb, indem er ausschließlich Prostituierte auf bestialischste Art und Weise ermordete. Experten sind sich einig, dass er definitiv für fünf Morde verantwortlich gewesen ist. Jedoch in Anbetracht der Tatsache das Scotland Yard damals nicht die ermittlungstechnischen Mittel hatte, die der Polizei von heute zur Verfügung stehen, wie Fingerabdruckidentifikation oder DNA Abgleich etc. und sich dieses auch heute nach 120 Jahren sehr schwer beurteilen lässt, basieren diese Expertenaussagen auf vagen Mutmaßungen und Spekulationen. Es können wenigere sein, eventuell aber auch weit mehr. Denn die Handschrift eines Serienkillers bleibt nie gleich, Psychopathen wie Jack the Ripper gehen variabel zu Werke. Das Schlimmste jedoch ist nicht die Anzahl der Morde oder die Tötungsweisen, sondern dass Jack the Ripper immer eine Legende bleiben wird, die nie gefasst werden konnte.
London 1888: Eine dunkle Gestalt menschlicher Abstammung treibt im Londoner East End sein Unwesen. Sie trägt den Namen Jack the Ripper. Er tötet ausschließlich Prostituierte, was bei dem ermittelndem Inspector Abberline darauf schließen lässt, dass Jack the Ripper aus Frauenhass mordet. Das entsetzliche an diesen Morden aber ist die Art wie er tötet. Er entfernt Frauen teils einige ihrer Organe und legt sie neben den Leichnam. Somit erniedrigt er zudem die Angehörigen der Opfer aber auch die Polizei selbst, denn er zeigt ihnen damit, dass er ihnen immer einen Schritt voraus ist und viel Handlungsfreiraum hat. Inspector Abberline läuft die Zeit davon, denn Jack the Ripper steigert sich von Mord zu Mord förmlich in einen Blutrausch.............
Jack the Ripper ist und bleibt ein Thema, welches mich schon immer sehr interessiert hat. Ein (Mensch), Jack the Ripper hat diese Bezeichnung mit Sicherheit nicht verdient, schafft es völlig unbeirrt seine blutige Spur durch London zu ziehen und die Opfer dabei noch furchtbar zu entstellen, ohne dass ihm die Polizei nur annähernd auf den Fersen ist. In der heutigen Zeit definitiv unvorstellbar. Das Motiv Jack the Ripper's ist und wird immer ungeklärt bleiben. Es wird darüber nach wie vor viel spekuliert, aber mit absoluter Sicherheit wird man das nie sagen können. Um mal auf den Film an sich einzugehen, Johnny Depp als Inspector Abberline, der mit unkonventionellen Methoden ermittelt und die meiste Zeit in Opiumhöhlen verbringt und auch viele andere bekannte Gesichter wie Heather Graham machen ihre Sache wirklich gut und überzeugen absolut. Als schlecht wird ich persönlich jetzt mal keinen abstempeln. Die düstere Atmosphäre des Films passt sehr gut zu dieser Zeit und verleiht ihm zusätzlich einen Hauch von Angst und Beklemmung. Genug der positiven Aspekte, denn er bietet auch negative. Und genau das ist der Punkt warum ich mich nicht voll und ganz mit diesem Machwerk anfreunden kann. Denn einiges hier ist wie im ersten Absatz erwähnt, vollkommen aus der Luft gegriffen und beruht auf Spekulationen. Eine gewisse Patricia Cornwell brachten einen Tatsachenroman mit dem Namen "Jack the Ripper - Porträt eines Serienkillers" hervor, indem sie ihre Ansicht über die wahren Hintergründe stichhaltiger belegt. Ohne zu viel verraten zu wollen sag ich nur Walter-Sickert-Theorie, die mir wesentlich plausibler erscheint.
Mein Fazit daher: Ein wirklich gelungener Film, der von seinen guten Darstellern und seiner sehr düsteren Atmosphäre lebt. Zwei Punkte Abzug jedoch für einen Film, der meines Erachtens nach mit fiktiven Erklärungen und Hintergrundinformationen daherkommt. Die Recherchen im Fall Jack the Ripper sind wesentlich fortgeschrittener, als es dieser Film einem verdeutlichen mag. Was bleibt ist ein trotz alledem äußerst unterhaltsamer Film, der ein äußerst interessantes Thema völlig eigens interpretiert.