So wie viele Gangstergrotesken aus der Zeit…20.08.2025
Der Rahmen
Arvid, Bankangestellter. möchte nur sein Stück vom Glück. Als eines Tages seine Bank überfallen und er den Räuber bewusstlos schlägt, glaubt, er, daß er dadurch seine Freundin wiedergewinnen kann. Weit gefehlt, denn die Freundin des Räubers steht vor Arvids Tür und erzählt ihm, man habe das Geld für eine künstliche Befruchtung gebraucht. Das ist die Chance für Arvid, Karmapunkte zu gewinnen…gemeinsam mit seinem Bruder und dessen Küchenhelfern wird ein Geldtransport geknackt und dann auch noch der Freund der Räuberbraut aus dem Gefängnis befreit. Leider gibt es dabei Kollateralschaden, und am Ende des Films streiten Engel und Teufel in einer Bar darum, wohin die Seelen der Toten wandern sollen.
Gucken oder nicht?
Guter Beitrag zum schrägen Krimigenre
Warum?
Natürlich haben sich zur Entstehungszeit des Films viele Regisseure auf den stets weiter rollenden Zug der Herren Ritchie und Tarantino gestürzt. Jeder wollte seinen eigenen, schrägen Beitrag zum Gangstergenre abliefern, so auch dieser hier aus Dänemark. Man merkt dem Film an, daß sein Budget klein bemessen war, aber dennoch reicht es für allerhand schräge Einfälle…da ist Vuk, die Küchenhilfe, die unfaßbar leiden muß, dadurch aber auch die serbische Mafia auf den Plan ruft, dann noch die beiden Köche, die auch nicht wirklich Gangster sein wollen…dazu noch die schräge Story in der Bar, das reicht für ein paar Filme. Klar, nicht alles ist auf hohem Niveau gedreht, gerade die Schießereien sind eher unübersichtlich, aber dennoch unterhält der Film dank seiner kompromisslosen Vorgehensweise ordentlich.
Die Note
Dänischer Beitrag zum Gangsterkino rund um die 2000er, mit eigener Note, charmant erzählt, knackig inszeniert und nicht viel schlechter als die geschwätzigen Streifen des Herrn Tarantino…7/10.