Inhalt:
Zwei Schwestern hatten eine schwere Jugend: Zuerst erschießt ihre Mutter vor ihren Augen den Vater und anschließend sich selbst, weil er in Vietnam Schlimmes getan hat und später werden sie von Jugendlichen vergewaltigt, wobei ihre andere Schwester ums Leben kommt. Natürlich geht das nicht spurlos an ihnen vorbei und sie landen in einer Psychiatrie. Nach ein paar Jahren werden sie wieder entlassen, weil der Leiter von ihrer Genesung überzeugt ist; doch er irrt sich. Der Hass der beiden Schwestern auf das männliche Geschlecht ist groß und sie bringen ihren Hass zum Ausdruck, indem sie einige Männlein umbringen. Die Ermittler kommen ihnen dabei nicht auf die Schliche. Als sie zwei Rocker töten, haben sie nicht nur die Polizei und die Presse auf dem Hals, sondern auch eine Rockerbande. Im Finale treffen alle Parteien aufeinander, was natürlich zu Problemen führt...
Kritik:
Vorweg gesagt: Dies ist ein Film, der ohne großes Budget entstanden ist, was man ihm auch ansieht.
Auch die Schauspieler dürften nicht viel verdient haben, da sie allesamt unbekannt sind und sicher nicht zu der Elite Hollywoods zählen.
Erschwerend kommt hinzu, dass man bei der deutschen Synchronisation auf Sprecher zurückgegriffen hat, die ansonsten eher bei schlüpfrigen Filmen ihr Talent zum Besten geben (nicht dass ich solche Filme je gesehen hätte *g*).
Wenn man darüber aber mal hinweg sieht, bietet der Film doch eine nette Story, die voller lustiger Ideen steckt und nicht langweilig wird.
Zum Beispiel unterhält die Szene, in der ein Verdächtiger für die Morde von der Polizei gefasst wird. Er hat eine blutverschmierte Waffe dabei und wird von der Staatsmacht derbe verhört, bis sich herausstellt, dass er mit der Waffe Katzen erledigt hat, die ihm in sein Gartenbeet gepinkelt haben.
Oder die Szene, in der eine der Schwestern das Sperma eines der Opfer in einer Samenbank abgibt, um an Geld zu kommen. Dort ist ein Mann anwesend, der beide Hände einbandagiert hat, weil er sich angeblich verbrannt hat. Er möchte nun, dass ihm eine der Bankangestellten zur Hand geht, um sein Sperma einzahlen zu können, doch er wird abgewiesen, da er so etwas dort wohl schon des öfteren versucht hat.
Wie ich bereits erwähnte, steckt in diesem Film nicht viel Geld. Das zeigt sich dann auch in den zahlreichen (Splatter-)Effekten, die zwar sehr blutig sind, aber nicht besonders glaubwürdig wirken. Da der Film aber sowieso eher unterhalten als schocken will, ist das nicht so tragisch.
In der derbsten Szene des Films wird dann das einzige weibliche Opfer der Schwestern, nämlich die Nachbarin und zugleich Pressechefin, die die Machenschaften der Geschwister durchblickt hat, weil diese gerade ihren Mann, der eine der Schwestern beim Umziehen beobachtet hat, an einen Stuhl gefesselt haben, um ihn zu maltretieren, übel mit einem Fleischermesser bearbeitet. Da ist das Zerhacken des Zombieweibes in "Tanz der Teufel" nichts dagegen.
Das große Finale des Streifens, das ca. die letzte Viertelstunde ausmacht, ist dann wirklich rasant und voller Gemeinheiten und rundet das positiv unterhaltsame Filmchen, welches gut in das Programm von Troma gepasst hätte, angenehm ab.
Sicherlich kein Highlight, aber zum einmal angucken reichts allemal.