Review

Der schüchterne Student Wendell Tvedt unternimmt mit seinen Kommilitonen Joe Gillespie und Larry "Baron" Tucker einen Ausflug nach Palm Springs; auf Rechnung von Wendells Vater natürlich. Der alte Herr bittet Joe und den "Baron" darum, dass sie seinem Sohn zum "ersten Mal" verhelfen. Im Falle eines Erfolges winken eine Sauna und ein Whirlpool. Während die beiden Wendell hilfreiche Tipps geben, lässt sich Joe auf eine ungute Wette mit Studenten einer verhassten Verbindung ein. Er oder der angeberische Charles "Chas" Lawlor II müssen die hübsche Ashley rumkriegen - und der Verlierer muss 1000 Dollar zahlen.

Hat man eine der typischen 80er Spring Break, Beach Party oder sonstige Vacation Komödien gesehen kennt man im Grunde so etwa 70 Prozent der Handlung aller anderen Filme aus dem Genre. Sonne, Bier, Bikini Mädels und generell einen drauf machen ist angesagt, das Ganze wird als seichter Spaß ohne Tiefgang konzipiert, ein paar Mädels lassen die Hupen an die frische Luft und fertig ist der Spaß.
Hier haben wir den nerdigen Trottel Wendell, der zusammen mit zwei Mitstudenten von Daddy auf ein Wochenende nach Palm Springs geschickt wird. Zunächst mal wird der Clark Kent Verschnitt optisch von Zero auf Hero getrimmt und dann kann das frohe Balzen losgehen. Hauptkriterium das so eine Komödie funktioniert ist natürlich letzten Endes der Humor. Hier kann der Film meiner Meinung nach trotz seines blöden deutschen Titels sogar punkten. Man hält sich dabei erfreulicherweise sehr zurück in Sachen Fäkalhumor. Klar, das lang nicht alle Gags zünden, aber einige Schmunzler sind doch dabei.
Nett ist auch die Geschichte um die zwei * zwei Rivalen, die erst kleine Nettigkeiten austauschen wie in der Sauna einschließen oder das Auto klauen, bis der sprichwörtliche Schwanzvergleich in der Wette gipfelt, wer als erster die Traumfrau aufs Laken bekommt. Dafür darf der Nerd ein wenig an Marcy D´Arcy schnuppern, bis die ganze Nummer in moralisch akzeptablen Kontext gipfelt natürlich mit anschließender Big Party.
Filmfans können dabei auch noch lustig das spot the Star Spielchen machen und werden Beteiligte finden aus Serien wie Alf, Police Academy oder einer schrecklich netten Familie und natürlich Leute wie Tim Robbins, die diesen Film wahrscheinlich in der Rubrik Jugendsünde abgeheftet haben.
American Eiskrem ist aber das, für das er im Grunde wohl auch gedacht war. Eine seichte Komödie mit sympathischen Charakteren, ein paar Titten (sogar komplett silikonbefreit) und albernen Sprüchen. Kann man sich schonmal antun.
6/10

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