Wieder mal ein Teeny-Slasher, wieder mal herrscht gähnenden Langeweile bei diesem Film. Nach gutem Begin wird „Ripper“ langweilig, sehr langweilig.
Vor fünf Jahren wurden Molly Keller (A. J. Cook) und ihre Freunde auf einer Insel von einem Irren Killer gejagt, nur Molly überlebte das Massaker.
Jetzt studiert Molly Kriminologie und sitzt in der Vorlesung des berühmten Prof. Marshall Kane. Mit der Gruppe werden zur Zeit die Ripper-Morde genauer unter die Lupe genommen. Und es kommt, wie es kommen muss: Ein Unbekannter fängt an, die ganze Gruppe nach Vorbild des Rippers zu ermorden...
Was gut beginnt wird von Minute zu Minute immer schlechter. Erleben wir zu Begin noch einen rasanten Rückblick, die das Geschehen auf der Insel wiedergeben, so wird es extrem langweilig, sobald man erst einmal am College angekommen ist.
Dies liegt zunächst an A. J. Cook, die die Rolle der Molly aber so was von nervig und zickig spielt, man hält es kaum aus. Sofort zu Begin erkennt man, aha, die fünf Jahre hat man nicht verkraftet, also verändert man seinen ganzen Typ, schneidet sich die Haare ab und wird ein wenig Aggro. Von dem Rest der Truppe rede ich gar nicht, sie sind auch keine Rede wert.
„Ripper“ klingt ja schon sehr toll, aber was wird denn geboten vom Ripper? Na ja, nicht viel. Die Morde sind relativ unblutig und wenn man mal etwas sehen sollte, wurde es rasant geschnitten. Zu Begin verknüpft man sogar das alte Freitag der 13. Motiv, wer Sex hat, stirbt.
Natürlich trifft es hier eine Person, die eh mit jedem ins Bett geht, scheint eine Strafe in Filmen zu sein.
Das Ende ist natürlich arg konstruiert, an die ganzen Zufälle will man nicht glauben, ferner nervt das viel zu lang gezogene Ende. Es wird einem 15 Minuten vorgegaukelt, wer könnte es denn nun sein oder wer nicht. Dieses Problem löst man einfach, indem die Gruppe weiter dezimiert wird (wieder mal ein hervorragendes Beispiel, wie dumm Leute in Filmen seien können), so dass zum Schluss nicht mehr viele übrig bleiben. Wie gesagt, wenn man es schafft, überhaupt wach zu bleiben. Immerhin ging der Film auf RTL bis nach 0 Uhr, und ich habe wirklich zwei Mal überlegt, ob ich nicht wirklich den TV einfach aus machen sollte. Na ja, besser wäre es gewesen.
Fazit: Pseudo-Slasher, der gut beginnt, danach aber konsequent abbaut und immer langweiliger wird. Schlechte Schauspieler, eine dumme Story und ein noch dümmeres Finale bringen den Film dahin, wo er hingehört. Ans untere Ende der OFDB-Liste.