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Kriegsfilme waren nie meins, Antikriegsfilme aber ebenso wenig. Bei beiden habe ich immer so ein bisschen das Gefühl, dass sie sich im realen Leid vergangener Schlachten suhlen und das Ganze durch etwas Drama und Seifenoper zu kaschieren versuchen. So auch hier: NAM liegt irgendwo zwischen PLATOON und einer unlustigen Version von M*A*S*H* und delektiert sich an den besonders dunklen Kapiteln des Vietnamkriegs. Friendly fire, Vergewaltigungen, durchdrehende G.I.s, die Welle der Empörung aus der Heimat - alles wird (TV-gerecht) thematisiert. Wer diese Art von ausgeschmückter Lehrstunde über die Zeitgeschichte unterhaltsam findet, der liegt hier durchaus richtig, zumal NAM auch solide inszeniert und produziert ist und mit vielen Gastauftritten bekannter Fernsehgesichter aufwarten kann.

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