Regisseur John McTiernan´s zweite Regiearbeit. Sein Regiedebut " Nomads " war nicht gerade der Bringer, doch mit " Predator " stieg er die Karriereleiter weit nach oben und kam auch so ein Jahr später zu " Die Hard ".
Das spannende Drehbuch schrieben die Gebrüder Thomas und an Budget mangelte es auch nicht, da die Produzenten Lawrence Gordon, Joel Silver und John Davis hießen.
Unter 20th Century Fox entstand der Horroractioner, leider hat diese ihre Mentalität komplett geändert und produziert in die ganz andere Richtung.
" Predator " war ein typisches 80er Jahre Vehikel und passte sich Arnold Schwarzeneggers Actionfilmographie sehr gut an. Auch im Kino war Schwarzenegger zu dieser Zeit schon ein absoluter Kassenmagnet und jeder seiner Actionstreifen hatte sehr hohe Einspielergebnisse.
Der Film funktionierte so gut, dass man drei Jahre später noch eine Fortsetzung nachschob, welche sich erfreulicherweise auf dem selben Niveau bewegt.
Story:
Es sollte nur ein Rettungsauftrag sein für Major Dutch Schaefer ( Arnold Schwarzenegger ) und seine Truppe ( Sonny Landham, Jesse Ventura, Bill Duke u. a. ). Als Unterstützung bekommt er seinen alten Kammeraden Dillon ( Carl Weathers ) mit. Im Dschungel machen sie recht schnell das Camp ausfindig, wo sich die Zielpersonen aufhalten sollen und bomben es in Grund und Boden. Doch von den Geiseln keine Spur. Stattdessen scheint sich noch ein anderer Feind im Dschungel zu verbergen, denn kurz nachdem die Truppe das Camp verlassen hat, beginnt Dieser Einen nach dem Anderen grausam abzuschlachten. Sie versuchen ihm mit Fallen beizukommen doch bald ist nur noch Dutch übrig und Dieser liefert sich dem nicht menschlichen Wesen einen gnadenlosen Dschungelkrieg.
Der erste Film wo diese Idee zu Tage fördert, dass eine Truppe im Dschungel von einem Wesen attackiert wird. Es gibt zahlreiche Plagiate, aber Keines kommt an " Predator " heran.
Dabei werden die beiden Elemente Action und Horror miteinander vermischt. Die erste Hälfte ist es ein Actionfilm, die Zweite ein Horrorfilm, welcher dann auch nach dem 10 Negerlein Prinzip funktioniert.
Da " Predator " diese Idee aufbrachte, kann man an der Story natürlich nicht meckern, diese ist schon sehr solide.
Damit das Ganze nicht zu ernst wirkt, geben die Soldaten massenweise Machosprüche von sich, oder reißen ein paar Onliner.
Fantastisch ist die Dschungelkulisse geworden. Man scheint hier wirklich in einer Art Dschungel gedreht zu haben, da es teils so authentisch wirkt. Dazu der verstärkte Einsatz von Nebelmaschinen, welche schon als Markenzeichen in den 80er Jahren gelten.
Den Score komponierte Alan Silvestri, welcher mit seinen Sounds wirklich die Spannung erhöht und es schafft, dass einem als die Nackenhärchen zu Berge stehen. Natürlich darf auch ein bisschen heroische Musik nicht fehlen.
Bevor das Predator jedoch zuschlägt, darf Dutch mit seiner Gruppe einen ganzen Stützpunkt auseinandernehmen. Dabei gibt es bildschirmfüllende Explosionen, massenhaft Tote und zahlreiche blutige Einschüsse. Doch nach diesem Shootout schlägt der Film sehr schnell um und verwandelt sich in einen sauspannenden Horrofilm. Hier hat man auch diese ständige Bedrohung, da das Predator um immer nah bei der Truppe ist und sich trotzdem unbemerkt seine Opfer holen kann. Nun wird die Truppe nach und nach dezimiert und das ziemlich blutig. Aufgeschossener Bauch, zerschossener Kopf, abgetrennter Arm, da geht man dann recht rabiat vor und präsentiert einige blutige Goreeffekte, bis nur noch Arnie übrig ist, der sich dann den Außerirdischen ganz alleine vorknöpfen darf.
Das Predator hat natürlich Stan Winston ( Alien ) kreiert und eigentlich sollte sogar Jean Claude van Damme in das schwere Kostüm des Predators schlüpfen, doch er war zu klein, daher wurde es doch Stuntman Kevin Peter Hall, welcher sich gegen Ende sogar das Bein brach.
Das Kostüm ist aber auch üppig ausgestattet und die Idee mit dem kleinen Medikit ist klasse.
Auch die Auflösung ist recht gut gelungen, warum der Außerirdische eigentlich überhaupt hier ist. Er ist ein Trophäensammler. Das muss sich hier der Zuschauer selbst zusammenreimen, da man dies erst richtig im zweiten Teil erfährt.
Darstellermäßig sollte man nicht zu viel erwarten, zumindest keine Edelmimen, dennoch ist einige sehr bekannte Prominenz aus den 80er Jahren mit an Bord.
Arnold Schwarzenegger zieht hier sehr solide seine Heldenummer durch. Richtig viel schauspielern muss er hier nicht, dafür darf er seine Muskeln öfter mal in Nahaufnahmen präsentieren. Doch als Held ist er hier die perfekte Wahl.
Carl Weathers ( Action Jackson ) ist auch kein großer Mime, eher eine Art Machofigur, wie eigentlich alle hier, aber man findet die Truppe trotzdem sympatisch.
Sonst noch mit an Bord sind Sonny Landham, der hier mal eine gute Rolle spielen darf, nämlich als Halbindianer und Spurenleser Billy. Der stets grimmig guckende Bill Duke verkörpert den Seargent Mac und Jesse Ventura einen großmäuligen Soldaten.
Eine sehr gute Besetzung für so einen Streifen.
Fazit:
Solide Story, actionreich, sauspannend und blutig. Die Dschungelatmosphäre ist sehr gekonnt in Szene gesetzt und der Score von Alan Silvestri ist mal wieder genial. Die Mischung aus Horror und Action funktioniert bestens, so wird erstmal ordentlich geballert bevor man zu den blutigen Goreeffekten gelangt. Langweilig wird es hier nie, denn es ist ständig etwas los und außerdem ist der Film viel zu spannend. Auch die machomäßigen Darsteller passen zum Geschehen.
Muss man gesehen haben, Action sowie Horrorfans, für beide Parteien ein Muss.