Die unsichtbare Gefahr
Major Dutch (Arnold Schwarzenegger) und sein Team sollen im Dschungel Mittelamerikas einige Geiseln befreien, die von Guerilla-Truppen verschleppt wurden. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass dies nur ein Vorwand war, um eine mögliche Invasion zu verhindern. Dutch ist sauer, da seine Männer ins offene Messer geschickt wurden.
Das sollte allerdings sein geringstes Problem sein, denn im Dschungel lauert ein unsichtbarer Jäger, der gnadenlos auf alles Jagd macht, was sich bewegt. Statt Geiseln gilt es nun die eigene Haut zu retten, denn der Predator ist ihnen schon auf den Spuren.
Ein weiterer Klassiker der 80er, der sich nahtlos in die Schwarzenegger-Hitliste einreiht. Arnie kämpft zunächst zwar nicht alleine, letzten Endes muss er sich aber dennoch als Einzelkämpfer gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner behaupten.
Typisch für einen Actionfilm der 80er hält man sich nicht lange mit Story und Charaktereinführung auf. Nach einem kurzen Set-up geht es auch schon los in den Dschungel, wo zunächst die Rettungsmission gemeistert werden will. Einen blei- und explosionshaltigen Schusswechsel später beginnt dann der eigentliche Hauptteil des Film und der Predator darf in Aktion treten.
Sein Tarnanzug macht ihn dabei zu einem unberechenbaren Gegner, der überall auftauchen und jederzeit zuschlagen kann. Dazu kommt die beklemmende Atmosphäre im dichten Dschungel, die unsere Helden an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. In Sachen Hinterlistigkeit steht der Predator somit auf einer Stufe mit dem Alien. Einer nach dem anderen fällt dem Predator zu Opfer, bis schließlich nur noch Arnie und eine weibliche Geisel übrig sind.
Die ist dann auch tatsächlich die Quotenfrau des Films, ansonsten gibt es nur Testosteron im Überfluss. Predator ist ein reiner Männerfilm und erhebt auch gar nicht den Anspruch, intelektuell sein zu wollen. Action gibt es zur genüge, wenn auch wohldosiert und einige Szenen sind auch ordentlich brutal ausgefallen. Dennoch kein Vergleich zum zweiten Teil, der diesbezüglich noch mal eine Schippe draufgelegt hat. Mittlerweile gibt es den Film auch uncut ab 16, was völlig in Ordnung ist.
Predator ist ein Muss für Arniefans und sollte definitiv in der Sammlung stehen. 80er Jahre-Action mit Hirnausschaltgarantie, dürfte es heutzutage gerne öfters wieder geben. Schwarzenegger spielt seine typische Rolle wie gehabt souverän, selbstverständlich ohne allzu viel Emotionen zu zeigen. So gehört es sich für einen Film solchen Kalibers.