kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 12.09.2010
Auch wenn die inhaltlichen Abweichungen unverkennbar sind: Im Sinne eines Gefühls von Ungeschliffenheit adaptierte Brian De Palma Kings Debütroman fast wie ein Abbild. Ein ungeschliffener Rohdiamant von einem Film nämlich mit zeitweise herausragenden Momenten, aber auch vielen Grobschlächtigkeiten. Während das Drama um eine atemberaubend spielende Sissy Spacek sich bis zu seinem Klimax steigert, der mit seiner Splitscreen Geschichte geschrieben hat und noch einige Filme inspiriert haben dürfte (zuletzt wohl das Kirchenfinale von "Silent Hill"), reißen merkwürdige Kauzigkeiten wie die Smokinganzugszene (die im doppelten Tempo gespielt und mit komödiantischer Musik unterlegt wird) immer mal wieder heraus. Auch das Pärchen, das Carrie den Schulball ermöglicht, ist nur schwer einzuschätzen. Aber Spacek beherrscht die Leinwand ohne Wenn und Aber.
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