Review

Staffel 5

"This plan is Von Schtinken."

Bekanntermaßen sind finale Staffeln einer (langlebigen) Serie selten qualitativ die beste, dafür umso häufiger die interessanteste der ganzen Laufzeit, die gerade auch im Nachhinein am Ehesten beständig ist und das eigene Scheitern quasi überlebt. Grund dafür ist zumeist, dass so kurz vorm Ausklang die gewohnten Produktionsbedingungen aufgrund des bereits sinkenden bis gänzlich ausbleibenden Erfolges oft nicht mehr auf der gewohnten Höhe, sondern bereits Sparmaßnahmen und dafür die Nutzung anderer Mittel und Wege vonnöten sind; auch mehr Wagnis und Kreativität als ein sonstiges more of the same, wobei jetzt kurz vor dem Ausgehen der Lichter a) sowieso nichts mehr verloren gehen kann und b) man sich dann vielleicht noch mal ausprobiert, und c) vielleicht doch die Rettung in letzter Sekunde durch eine 'neue' Serie bevorsteht.

Das Risiko gering und der (mögliche) Gewinn hoch, die Frist der Beendigung bereits gegeben, die Gedanken längst woanders und die Sachen schon gepackt; was hier beim A-Team zu einer letzten Umstrukturierung der über Jahre bekannten und scheinbar festen Prämisse, dem des Freelancing zugunsten moralischer Werte zu dem nunmehrigen Angestelltenverhältnis als bessere Söldner, für den 'Feind' gar und oftmals auch zu Militär- und Agentengeschichten und einer veränderten, den bis dato geltenden leichten Ton nicht mehr treffenden Sprache führt. (Unter den durchaus erfahrenen, beibehaltenen Autoren sind neben Story Editor Bill Nuss und den beiden Serienerfindern Frank Lupo und Stephen J. Cannell u.a. auch Burt Pearl und Paul Bernbaum, die später bei Hardball in der Folge "Ich hatt’ einen Kameraden“ eine Art Anti A-Team initialisiert haben, dass nach dem Vietnamkrieg heimlich ein politisches Attentat plant und dafür auch ehemalige Kameraden dem Tode zu führt.)

Zuvor eine im höchsten Maße erfolgreiche, (vor allem) bei Jung und Alt beliebte Unterhaltungssendung, die mit leichter Action statt der vom Kritiker gesehenen Gewalt die Probleme löste und immer mit einem flotten Spruch und viel Männerbündnis voranging; ein Geschenk der frühen Achtziger, die damals ein Massenpublikum anlockte und heute noch (die Nostalgiker und die Junggebliebenen, die Kinder im Erwachsenenkörper) verzückt, und deren Kunst es gar war, in seinem Cowboy-und-Indianer Spiel im Hinterhof der Universal Studios anders als ein 100 Mio. Dollar teurer internationaler Blockbuster mit Starbesetzung bis einschließlich heute und sicher auch noch das nächste Vierteljahrhundert zu bestehen.

Mit ein Grund dafür war auch die Chemie der Hauptdarsteller zueinander, wobei hier in Staffel 5 dieses anfangs noch einmal vermehrt zusammengeschweißt wird, kurz vor Schicht im Schacht aber auf der Kippe steht; ist bei Aufmerksamkeit ersichtlich und bei Achtung offenkundig, dass George Peppard nicht mehr wirklich bei der Sache ist und in der bisherigen Position als Alphamännchen durch die Überordnung der Funktion als Auftraggeber durch den ebenso namhaften Robert Vaughn empfindlich gestört wird. Anders als zuvor wird mit Neuzugang Eddie Velez auch die darunterliegende Rangordnung von Dirk Benedict, Dwight Schultz und Mr. T durcheinander gebracht; etwas, was den zuvor anwesenden, aber vom Männerbündnis ausgeschlossenen Frauenrollen (von Melinda Culea bzw. Marla Heasley als jeweils Journalistin und Informantin) nicht vergönnt war, aber nun durch den neuen Kompagnon geschieht, der zwar zu keinem richtig gehört, aber immer in der Paarung am Wechseln und teilweise das fortschreitende Fernbleiben der Älteren auch am Kompensieren ist.

So ist Folge 1 "Hoffnung in Barcelona" nicht bloß in den ersten Szenen mit dem Neuen eröffnet, der zudem bereits von Allem Bescheid weiss ("Frank's with the picture"), sondern durch seine Erfahrung und dem Talent als Special Effects Techniker auch entscheidend für den Erfolg der hiesigen Misison, der Befreiung eines spanischen Passagierflugzeuges aus den Händen übellauniger Geiselnehmer, angeführt vom schwitzenden David Hess als islamischer Oberhäuptling nämlich ist. Der Plot, geschrieben von Serienerfinder Stephen J. Cannell selber und von Tony Mordente gedreht, lässt in seinen Anleihen an damals beliebtes Terrorkino Marke Hostage [ 1987 ], Delta Force [ 1986 ] oder Operation Entebbe (1977) nur wenig Spielraum für Actionszenen selber über, wobei hier beim besten Willen nur unüblicherweise zwei kleinere Schusswechsel und dafür viel Lug, Betrug und Bedrohung, plus allerlei kriminelles Beiwerk (das Kidnapping von Hannibal, die Erpressung von Santana, das illegale Abhören durch Wanzen und die gesamte Nötigung des Teams) zu finden sind. Zwar wird zwischenzeitlich immer wieder etwas Auflockerung geboten, schließt es aber in ein offenes Finale über, welches das die Mannschaft erneut zu einem Spielball degradiert, dass in Folge 2 "Helden vor Gericht" nahezu wehrlos kurz vor der Todesstrafe wegen Landesverrates steht.

Der Mittelpart des (auch extern als Das A-Team – Feuerprüfung auf VHS veröffentlichten) Dreiteilers, dass die Szenerie neu aufmischt und die anschließenden noch folgenden 10 andersartigen Episoden durch diese tatsächlich parallel erzählte und erst am Ende aufgelöste Einleitung von über 2 1/4 h vorgibt, befasst sich in erstaunlich gut geschriebener, gerade in den teils scharfzüngigen, spitzfindigen Dialogen und dem dramaturgischen Hin und Her aus verschiedenen Versionen, diversen Meineiden, neu auftauchenden Zeugen, plötzlich verschwundenen Mitwissern und Stockwell als Strippenzieher im Hintergrund überraschend abwechslungsreicher Weise [ Drehbuch: Tom Blomquist ] mit dem Militärprozess. Quasi die Rückführung zur eigentlichen Prämisse der ganzen Serie in ihren vorherigen Staffeln und die Vorbereitung entweder des vorzeitigen Endes dessen oder doch eines möglichen Neubeginns, wobei hier nun alles möglich erscheint, und im Grunde außer den vier tatsächlich beteiligten Männern jedem eine Lüge und Verrat, und auch der bis dato sowieso nicht wirklich sympathischen Armee hier zusätzlich noch Schmierentheater um des Rufes willen plus Urkundenfälschung und eben Beseitigung von personellen Unzulänglichkeiten zuzutrauen ist. Zusätzlich wird wieder vermehrt Wert auch auf die Inszenierung der für den Zeitraum fortschrittlichen Actionszenen, darunter der Banküberfall selber, eine Verfolgungsjagd zwischen Mülltransporter und zwei sich bald durch die Lüfte überschlagenden PKWs, und ein Bombenanschlag im Militärhauptquartier Wert gelegt.

Im Finale der Trilogie "Man stirbt nie zweimal" kommt alles zusammen, was in den vorherigen 90min als Plotpunkt hingeworfen wurde, wobei da auch die folgende Methode der längeren Zusammenarbeit zwischen Stockwell als Auftraggeber und Vermittler erstmals im Raum, für eine 'überschaubare' Anzahl an 'Selbstmordkommandos' steht. Interessierten tut bis dato nur, wie das A-Team der bevorstehenden Erschießung entgeht, was Autor Frank Lupo mit teils Tagträumen der unmittelbar Betroffenen und so auch einem imaginierten Fluchtversuch mit viel Blei, viel Detonation und durch die Luft gewirbelten Soldaten löst.

"Touch-Down", die erste Mission im Auftrag des Landes, indem die ehemaligen Flüchtlinge, denen nichts Gutes seitens der Obrigkeit widerfahren ist, nun für die Ziele und besonders für die Ehre von Amerika eintreten dürfen (und wollen) führt sie – wie könnte es anders sein – natürlich und ausgerechnet hinter den Eisernen Vorhang, inmitten in den Kalten Krieg, und direkt nach "Ost-Berlin", wo sie einen eifrigen Wissenschaftler und dessen Frau aus einem "Forshung (sic) Laboratorium" befreien sollen, bevor er gezwungenermaßen die freie Welt chemisch und biologisch in die Knie zwingt. Um überhaupt in das DDR-Land zu kommen, wo es keine normalen Menschen, sondern nur Politkommissare mit Schnurtelefonen aus dem Aktenkoffer und NVA-Soldaten in holländischer Uniform und andere agile VoPos gibt, wird ein Football-Spiel (mit allerlei hierzulande unbekannten ehemaligen Spielern wie Joe Namath, Alan Autry, John Matuszak und dem nicht ganz so unbekannten Jim Brown) als Ablenkung lanciert. Ein wenig Propaganda hier, ein wenig Patriotismus da, ein Plot, der aus Flucht oder Sieg (1981) kommt und später nochmal in The Last Match - Der letzte Fight (1991) aufgewärmt wurde, für alle Nicht-Sportbegeisterten eher uninteressant und mit einer Menge an Nachlässigkeiten bis Fehlern von Craig Baxley selber inszeniert worden ist. [Drehbuch ist von Bernbaum.] Großes Fragezeichen macht der dreimal gebrachte Vertreterwitz von Templeton Peck, der mit der Pointe "... und er sagt: Ich habe ihre Tochter nicht angefasst. Ich noch spielen Klavier." endet.

Dafür wird in Folge 5 "Es lebe die Revolution" wieder die Welt gerettet, zwar nur die Dritte bzw. die Bananenrepublik San Marcos, eine abgeschiedene Insel in ebenjener, aber dies mit viel Überzeugung, viel Chuzpe und der wahrscheinlich unblutigsten Revolution aller Zeiten, auch wenn (erstaunlicherweise) der Tod eines Charakters, eine (unnötige) Hinrichtung gar (im Off) zu bestaunen und zu beklagen wär. Das A-Team diesmal inmitten der Wirren eines über die Jahre andauernden Guerilla- und Bürgerkrieges im Busch, wobei neben den Lateinamerikanern in ihrer bunten Phantasieuniform  auch der rote Russ' seine gierigen Finger nach illegal aufgefangenen Kriegsgerät für den Unterwasserkampf ausstreckt und so das lokale Spiel der Spiele mit hohen Munitionsverbrauch und vielerlei feuergoldenen Explosionen gen Ende der Episode mitspielt. Letztere dabei gerade in der Erstürmung und Zerstörung eines als bis dato einbruchssicher geltenden Gefängnisses als abermalige Perfektion seitens des Second Unit Teams, während das Erzählerische davor recht holpernd, stolpernd, in der frei drehenden deutschen Synchronisation auch mit eigens ausgedachten Albernheiten wie dem “Mango-Kompott“ und dem dafür erforderlichen “Guano-Dünger“,  und viel mit Süßholzraspel seitens Frankie Santana für eine einheimische Schönheit angelegt ist.

Schluss mit lustig ist in Folge 6 "Codename Brown Fox", als abermals  der gemeine Russe als kommunistischer Gegner von schräg gegenüber am sinister werkeln ist; die bereits dritte Folge im Bunde, hintereinander auch noch, und wo Peck theoretisch erneut seinen Witz mit dem “Ich noch spielen Klavier.“ hätte bringen können, es angesichts der prekären Sachlage aber sein lässt. Denn hier ist wieder das Problem imminent, steht erneut die gesamte Existenz des Teams auf dem Spiel, wobei nur noch der entführte und verschwundene Stockwell helfen kann, dass dann auch das Ziel der Handlung in erneut geringer zeitlicher Fristsetzung und kurz vor knapp entsprechend ist. Dabei ist die Episode in mehrerlei Vortäuschung von Tatsachen aufgeteilt, quasi die Manipulation des Geistes, von der der unmittelbare Gegner Ivan Trigorin auch spricht und lektoriert. Da dieser von David McCallum gespielt wird, scheint ein Aufwärmen und Auffrischen alter Beziehungen in einer Art Kobra, Übernehmen Sie! Gedächtnisfolge abzulaufen, wird trotz ähnlicher inszenatorischer Übergänge und Stilismen zwischen den Szenen aber rasch das Gegenprogramm dazu, das Zeiten ändern sich, das Anti Solo für O.N.C.E.L. nämlich abgespielt. Folgend wird Stockwell in einer ausdauernden Gehirnwäsche mehrfach Gefahrensituation vorgegaukelt, um ihm Informationen zu entlocken, spielt Murdock einen Irren, um in einer Psychiatrie mitsamt einem falschen und versteckten Stockwerk seinen Aufenthaltsort herauszufinden, wird dort später ein Erdbeben simuliert und findet das Finale in einem Filmstudio während der Aufnahmen zu einem Western ab; alles Sein und Schein im Kalten Krieg, in der das letzte Duell allerdings ausnehmend ernst gemeint dann und von Regisseur Michael O'Herlihy auch so einprägsam inszeniert ist.

Folge 7 sieht eher aus wie ein Überbleibsel aus der späten vierten Staffel, geht es diesmal weder um Spionagekram der Firma oder anderes Politik- oder Agentengeflecht in der großen weiten Welt, sondern wird auf heimischen Grund und Boden und fast vor der eigenen Haustür a) ein Attentat auf einen Gewerkschaftsführer verhindert und b) die Tippgeberin, eine beim lokalen Mafiosi eingeschleuste Reporterin nach der Aufdeckung der Tarnung beschützt, wozu c) auch der Kampf gegen korrupte Landpolizisten gehört. Statt Weltenrettung also Verfolgungsjagden und Bombenbau und Landhauszerstörung per Kugelhagel auf den staubigen Feldwegen von Pennsylvania, sowie für das Finale ein Besuch in Atlantic City (mittels Stock footage), vorher wird ein vermeintlicher Brand mit “B.A.'s goldener Schuss“ gelegt und anschließend Feuerwehr gespielt, wobei der deutsche Titel sehr irreführend ist, da sich die Episode mehr um Face und seine Ankündigung der Trennung von der Truppe (und vor allem von Stockwell) und der zweifache Versuch und natürlich das Scheitern des tatsächlichen Gehens auch dreht.

Face steht auch im Mittelpunkt des Geschehens von Folge 8, bei der das A-Team (erneut) wieder zu etwas von Stockwell beauftragt wird, was eigentlich nicht in ihrem gewohnten Repertoire nämlich liegt. Die im Original sinnhaft “Family Reunion“ betitelte Episode, die im Deutschen ohne jeden Bezug “Glückstreffer“ heißt und wahrscheinlich diesbezüglich ausgelost worden ist, dreht sich nämlich tatsächlich um die (späte) Zusammenführung eines nicht ganz koscheren Politikers im Ruhestand und seiner Tochter, die ihn 20 Jahre nicht gesehen hat, wobei das Treffen von einem noch aktiven zweiten Politiker unterbunden werden will, der um Aufzeichnungen von früher fürchtet und gerade für den Kongress kandidiert. Die Handlung lässt wirklich viel Aktion nicht zu, aber steigert sich in einige furiose Fensterstürze und ist in den Dialogen tatsächlich auf gelungene Emotionalität ohne ein übermäßiges Erzwingen dessen und ist wie Folge 9 "Countdown in Hong Kong" (mit u.a. Dustin Nguyen, Soon-Tek Oh, Rosalind Chao und Nancy Kwan) gar nicht so hanebüchen für eine Trivialserie angelegt.

Den Vogel abschießen tut dafür das von Bill Nuss geschriebene "Unter Kannibalen", wo ein Flugzeugabsturz (mit Stock footage aus "Bruchlandung" aus der 1. Staffel;  der gleiche Absturz wird bei "Mord à la carte" noch einmal verwendet) ein Teil des Teams mitsamt einem vorher extra geretteten Totenschädel auf eine abgeschottete Insel mit dort zwei verfeindeten Eingeborenenstämmen und zusätzlich als Mönche verkleideten Drogenhändlern und Sklavenhaltern in einem führt. Ordentlich Ethnozentrismus, ins Rassistische schwankende Urwaldklischees, etwas Hokum und anderes Talmi verleihen der Episode, die abermals nur Face, Frankie und hauptsächlich Murdock als unfreiwilliger Gott des einen Stammes in Szene setzt, zumindest den Anstrich des höchst Absurden, was gen Ende dann auch in erneut in diversen Schusswechseln und der Zerstörung des Drogenhauptquartiers kulminiert. Quasi der rurale Gegenpart zum danach in Washington und vor allem Monaco (vorgeblich) spielenden "Man liebt nur zweimal", dass wieder mit Murdock als Hauptprotagonist und Sean Connery - Verschnitt ein Kostüm- und Kasperletheater vor dem Herrn abzieht. Die Hommage/Parodie auf James Bond ist von Paul Bernbaum, einem Fachmann auch für die serielle Action- und Abenteuerkomödie verfasst, und trifft in etwa genauso viel Ziel wie sie Möglichkeiten von Reminiszenzen übersieht und ignoriert; einzig die Verdrehung der Funktionalität von Murdock und Face ist neben der Einbindung von Professor Tanaka und einem Blofeld für Arme seine Rede wert.

Die von Tom Blomquist geschriebene Folge "Landesverrat" fällt im Grunde nur dadurch auf, dass sie gleich zwei Strömungen der Kinoära der Zeit wiedergibt und wie als Konglomerat aus Massenappeal und der Anbiederung an plötzlich ein eher (deutlich) älteres oder (man möchte es fast nicht sagen) senileres Publikum wirkt. In der Prämisse selber hat man den gefragten 'Kalter Krieg' - Plot und geht es natürlich und wie schon mehrfach hier gesehen wieder mal gegen die Kommunisten, exakterweise den KGB, der mit gefälschten Dokumenten herausgelockt werden soll, und wo der Überbringer dieser Unterlagen bzw. der (vermeintliche) Landesverräter von seiner Teenagertochter zufällig belauscht und um die sowieso ausgedachten Unterlagen bestohlen wird. Eine Diskrepanz zwischen den Generationen, die mit der Veränderung der Gesellschaft und auch angesichts des noch anhaltenden, aber auch zwischenzeitlich wieder in freundlichere Temperaturen angewärmten 'Cold War' - Szenarios einhergeht; kennt man aus u.a. Die Flucht ins Ungewisse (1988), Little Nikita (1988), dort als Drama und Thriller, oder aus Die Experten (1989), der das Ganze komödiantisch angeht. Zusätzlich, und dies als Clou der Geschichte hier, wird der Aktenkoffer doch tatsächlich bei einem recht betagten Seniorenduo (Lew Ayres & John McLiam) versteckt, was dann das ganze Seniorenheim tatkräftig werden lässt und (mehr oder minder angenehme) Erinnerungen an Opas Kino um Cocoon (1985) und Das Wunder in der 8. Straße (1987) weckt.

“Almost Fini“ und “Fini“, wie es der in der Season neben Dirk Benedict hauptsächlich aktive Schauspieler Dwight Schultz in den beiden letzten Episoden per Spruch auf dem T-Shirt verkündigt, wird in der zuletzt ausgestrahlten, nach ganzen drei Monaten Pause quasi nachträglich nachgeschobenen, als Anhängsel existierenden Folge "Mord à la carte" doch tatsächlich das Licht für das Eliteteam ausgeknipst. Und noch einmal die Lebensgefahr für eine der Figuren heraufbeschworen, für Face nämlich, der mit Bauchschuss blutend in der Küche einer Pizzeria liegt, mit noch Murdock und Frankie als Geiseln u.a. anwesend, während die beiden anderen Einzelgänger außen erst informiert werden müssen und dann noch möglichst opferfrei einen Weg in die Gaststube hinein, an den schussbereiten Mafiosi vorbei und wieder hinaus aus der Misere operieren. Der Ton der Folge ist eher rau, steht auch viel auf dem Spiel, der Verlust eines Teammitgliedes und das nicht mal während einer Mission und nicht mal mit Sinn, sondern während der Freizeit, die eh schon rar und kostbares Gut der ewig Verfolgten ist. Oder wie es einer der Bösen ausdrückt: "Das sieht gar nicht gut aus...Was für ein Elend. Manch einer versteht nicht zu leben. Manch einer versteht nicht zu sterben...Der Junge sollte nicht so leiden müssen."

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