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Lustigerweise gibt es in Deutschland ja zwei Jackie Chan Biographien mit dem Namen vom Stuntman zum Superstar. Beide sind vom Inhalt und der Länge etwa vergleichbar, unterscheiden sich  aber deutlich in der Wahl der Interviewpartner und vor allem Jackies Englischkenntnissen, die 1996 noch deutlich weniger ausgeprägt waren.
In den etwa 45 Minuten wird Jackies Geschichte beginnend vom Eintritt in die Schule der Peking Oper (mit niedlichen Kinderfotos) bis hin zu seinen aktuellen Produktionen geschildert. Das meiste kennt man zwar schon aus diversen anderen Biopics, aber da hier der Meister sogar selbst Regie geführt hat, kann man sichergehen, das hier alle zentralen Punkte und auch die Schwerpunkte seiner Arbeit aus eigener Sicht korrekt dargestellt sind.
In kurzer Abfolge werden werden die ersten Stationen als wagemutiger Stuntman und jüngster Kampf Choerograph Hong Kongs geschildert, genau so wie seine wenig erfolgreichen und frustrierenden ersten Erlebnisse in US-amerikanischen Produktionen aufgeführt. Immerhin nahm er dort aber Einflüss amerikanischer Stummfilm Comedians wie Harold Llyod oder Buster Keaton mit, deren Stil er in seine Arbeit integrierte und ihn zu dem Action Komödianten machten, wie man ihn heute überall kennt.
In etwa 45 Minuten bleiben logischerweise noch einige Fragen offen, aber Chan spricht hier ausführlich in den Interviews über seinen Werdegang. Dazu gibts noch interessante Gespräche mit seinem damaligen Mentor und nette Kurzinterviews mit Partnern wie Owen Wilson oder Jay Leno, sowie ein nettes Intro mit Chan als Elvis Imitator. Interessant auch der Wohnsitz in Hong Kong, wo er sich beinahe anonym in einem ruhigen Eck eines Industrieviertels eingewohnt hat, in dem er ohne Publicity arbeitet und auch wohnt.
Gefallen hat mir dabei am ehesten noch die Ehrlichkeit Jackies, der offen speziell über seine Schwierigkeiten in Hollywood berichtet. Für einen kurzen Überblick reichts allemal, auch wenn die Filmausschnitte etwas zu kurz kamen, besonders von den Stunts hätte man gerne mehr zeigen dürfen, aber dafür speziell gibts ja wieder eine eigene Dokumentation.
6/10

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