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Auf diversen Photos - vom Untergang der Titanic, über die Explosion der Hindenburg, bis hin zu vernichtenden Hurrikans und der Ermordung von Präsident Lincoln - findet sich immer wieder der gleiche, mysteriöse Mann. Als Merrick am nächsten Tag ein Flugzeug besteigt, sieht er an Bord jenes geheimnisvolle Gesicht...

Oh je, TV SciFi Filme die sich mit dem Thema Zeitreisen und deren Auswirkungen beschäftigen, waren bis heute selten spannend oder gar logisch. Die Thematik ist dabei gar nicht mal so uninteressant. Eine Firma die in der Zukunft illegalen organisierten Katastrophentourismus verkauft, hat zumindest ein gewisses Potential.
Aber da beginnen auch bereits die Probleme. Zum einen scheint diese Firma wohl nur jenen ominösen Mann als Stammkunden zu haben, zum andern ist es ja wohl wieder mal mehr als ein haarsträubender Zufall, das unser rasender Reporter eben genau in einen x-belibigen Flug nach Washington steigt und dort den Man in Black trifft, da natürlich exakt jener Flug auch in einer Katastrophe enden soll. Sorry, aber so viele Zufälle auf einmal sind wirklich hart zu schlucken.
Natürlich sind das aber nicht die einzigen Zeitparadoxen in denen sich das Drehbuch munter verheddert. Nicht nur das ein Ereignis in der Vergangenheit logisch gesehen gar nicht verhindert werden kann, da dieses Ereignis ja sonst in der Zukunft schlicht nicht bekannt wäre. Auch nach filminterner Logik, ist zwar am Ende die Gegenwart gerettet und alles happy und so, allerdings ist dann zwangsläufig die komplette Zukunft am Ar***, was uns Martin Sheen als Fernsehonkel aus der Future ja deutlich erzählt hat. Ja Merrick du hast deinen Sohn gerettet, aber dafür weiß nicht wieviele hunderttausend oder Millionen zukünftiger Generationen abgemurkst, hast du toll gemacht, du Held.
Ne über sinnvolle Zusammenhänge sollte man bei Thrill Seekers wirklich nicht nachdenken, sonst zerrt man sich dabei nur den Hypothalamus. Ansonsten ist der Film aber recht unterhaltsam, er krankt zwar zeitweilig an der Fernsehfilm typischen Behäbigkeit und klaut auch dreist einige Szenen aus Money Train, aber sonst spielt sich die Story ziemlich flott. Auf den familiären Subplot könnte man zwar gerne verzichten, aber ohne solches Emotionskino kommen derlei Produktionen offensichtlich nicht aus.
Die Darsteller selbst sind eher im Durchschnittsbereich. Van Dien ist ja mittlerweile dort, wo er nach seinem schauspielerischen Können ja auch hingehört und dreht ja beinahe auch nur noch Direct-to-TV Ware, wie so oft hat er seine Ehefrau Cathrine Oxenberg (hier sogar als Catherine van Dien kreditiert) mit ans Set geschleift und Martin Sheen findet auch nur als Bildschirmstichwortgeber statt, sonst hat er keinerlei Real Life Auftritte.
Immerhin ist das ganze recht solide spannend in Szene gesetzt, so daß man den Film durchaus anschauen kann, ohne die Hände über den Kopf zusammen zu schlagen, aber über den Durchschnitt reichts dann doch wieder nicht. Am meisten Vergnügen macht wirklich die vielen Plotholes zu addieren.
5/10

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