Review

Sabotage

Michael (Mark Dacascos) wird bei einem Auslandseinsatz schwer verletzt und Zeuge einer Hinrichtung von Geiseln, welche eigentlich durch ihn befreit werden sollten. Die Mühlen der Militärjustiz drehen sich und er soll als Sündenbock herhalten, weshalb man ihn Unehrenhaft aus dem Dienst entlässt. Jahre später arbeitet er als Bodyguard für einen Milliardär, doch selbst seine Anwesenheit kann dessen Tod nicht verhindern. Da das Attentat auf einen Flughafen stattfand wird der Fall an das FBI abgetreten. Wieder wird Michael in Intrigen und einen Berg von Leichen verwickelt. Bei seinen weiteren Recherchen kommt er seinem damaligen Todesengel, Sherwood, auf die Spur. Dieser Profikiller scheint nicht ohne Grund in diese Attentatsserie verwickelt zu sein, weshalb eine Konfrontation unvermeidlich bleibt. Die FBI-Agentin Lou Castle (Matrixe Carrie-Anne Moss), welche mit dem Fall beauftragt wird, kann nach anfänglicher Zurückhaltung nur noch Michael vertrauen, zumal auch noch ihre kleine Tochter Teil des abgekarteten Spieles wird.

Sehr angenehme Action-Produktion mit einer ganzen Reihe bekannter Filmemacher vor und hinter der Kamera. Sabotage kann sich bei Dacascos’ Filmografie ohne weiteres einen Platz auf den vorderen Rängen sichern. Gründe gibt es viele! Dacascos hat schließlich schon in einer Menge von Produktionen mitgewirkt die einfach nur Schlecht und Niveaulos waren („Scorcher“ um mal ein Highlight zu nennen). Irgendwie passt der Charakter Michael genau zu diesem Darsteller. Sieht gut aus, ist kampferprobt und scheißt sich nichts beim auf die Fresse hauen. Zugegeben als Schauspieler konnte man ihn noch nie wirklich ernst nehmen, mal abgesehen von seinem Part im ÜBERFILM „Crying Freeman“, doch zeichnet er seinen Protagonisten glaubwürdig. Ihm zur Seite stellte man die als Trinity bekannt gewordene Carrie-Anne Moss, doch dient sie nur als optisches Beiwerk. Viel besser gefallen hat zumindest mir der Gegenspieler und Ober-Bad-Guy Tony Todd als Sherwood. Aalglatt wirkt er als Profikiller und Terrorist und sehr cool geht er zu Werke. Das Drehbuch hält zwar keine großen Überraschungen parat, kann aber mit der einen oder anderen Wende punkten. Viel wichtiger erscheinen dann trotzdem die darin vorgesehenen Actionsequenzen und diese sind zum einen doch sehr Zahlreich, was dann auch das Tempo des Film recht hoch hält, und zum anderen teilweise erstklassig inszeniert worden. Explosionen, Shootouts und ein wenig Kampfsport, dass alles wohl portioniert, erreichen oft mal John Woo-Stilistische Züge. Auch bleibt die atmosphärisch wichtige Brutalität nicht auf der Strecke, was vor allem zum Ende hin sehr ins Gewicht fällt. Wobei auch die sich in Richtung Selbstjustiz entwickelnde Geschichte ihren Anteil daran hat. Der oft rythmische Soundtrack ist als solide zu bezeichnen, da er nur im Hintergrund bleibt und nicht wirklich peitschende Untermalung bietet.

Wie gesagt ein guter Actionstreifen mit einer ganzen Riege an bekannten Darstellern, Mark Dacascos seinem 2. Hausregisseur und einem Produktions-Team das zu Teilen von „Crying Freeman“ stammt.

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