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Im Auftrag der CIA soll Michael Bishop während des Bosnienkonflikts als Anführer einer Spezialeinheit Geiseln aus der Hand des brutalen Söldners Sherwood befreien. Doch die Aktion endet in einem Blutbad. Jahre später, nachdem er unehrenhaft entlassen wurde, arbeitet Bishop als Leibwächter. Als seine Klienten nacheinander ermordet werden, stößt er bei seinen Nachforschungen auf ein brisantes Komplott – und Sherwood scheint auch daran beteiligt.

Bevor Tibor Takacs sich um solchen Schmonzes wie Sabrina- oder Weihnachtsfilme zu widmen (oder dazu gezwungen wurde), durfte er öfters zeigen, das er im B-Action Feld durchaus Stärken vorzuweisen hat. In drei Filmen zeigte er zusammen mit Frontkämpfer Mark Dacascos gute Leistungen und mich würde wirklich interessieren, warum er sich danach in wirklich seichte Gefilde verabschiedete.
Schon zu Beginn wird der Zuschauer in eine mißglückte Befreiungsaktion während des Bosnienkrieges hineingeworfen, die grandios daneben geht und alle Geiseln sterben. Dort lernen wir schon die wichtigen Personen des Snipers, CIA Verräters und des Helden kennen, die sich auch drei Jahre später erneut begegnen. Bishop ist da als Bodyguard eines zwielichtigen Geschäftsmann eingestellt, der in einen guten Szene am Flughafen auch gleich erschossen wird, von genau demjenigen, der auch einst die Geiseln erschoß. Danach beschützt er dessen Frau, die ebenfalls gesniped wird (spätestens jetzt würde ich mir gehörig überlegen, einen Pechvogel wie Bishop zu engagieren).
Als letzter Zeuge steht er jetzt dann auch auf der Liste des Todesschützen Sherwood und muß sich zusammen mit einer FBI Agentin seiner Haut wehren und die Täter schnappen. Sabotage bietet dabei vieles, was der durchschnittliche B-Movie sonst vermisen läßt. Die Story ist gut und vergleichweise intelligent, Takacs bringt viele visuelle Stilmittel ein wie Bulletcam, Zeitlupen etc., aber auch Schießerreien mit Musikuntermalung oder sogar in völliger Stille ohne Schußgeräusche. Da wird doch ordentlich Abwechslung geboten.
Zudem werden Leerlaufzeiten kurz gehalten, irgendwo krachts immer, auf die Love Story hätte ich zwar gerne verzichtet, aber diese hält sich noch im Rahmen auf. Ansonsten gibts reichlich blutige Schußwechsel, aber leider nur wenig Martial Arts. Irgendwie schafft es kein Regisseur ein Vollprofi wie Dacascos, sein volles Potential auszuspielen, zwei kurze Fights das wars dann auch schon wieder. Kritikpunkt auch der Showdown, der viel zu kurz und unpersönlich ausfällt, nachdem der ganze Film vorher das Duell Sherwood/Bishop aufgebaut hat, fällt dieses doch mehr als lasch aus.
Die Darsteller leisten dabei einen recht guten Job, Tony Todd als charismatischer Bösewicht ist immer eine Bank, aber auch die anderen prominenten Namen sind gut dabei. Schön fand ich auch das sowohl CIA, als auch FBI ihr korruptives Fett abbekommen, immer gern gesehen. Die Fans etwas härterer Gangart werden hier jedenfalls nicht enttäuscht.
7/10

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