„Sabotage – Dark Assassin“ ist ein sehr unterhaltsamer Actionthriller der Güteklasse B mit Mark Dacascos.
Michael Bishop (Mark Dacascos) ist ein Navy Seal, der 1993 in Bosnien mit einem Partner vier gefangene serbische Generäle aus der Hand moslemischer Terroristen befreien soll. Doch kaum sind die Geiseln lokalisiert, greift der Seal Sherwood (Tony Todd) ohne Auftrag ein, ermordet Geiselnehmer wie Geiseln, erschießt Bishops Partner und verwundet ihn schwer. Der Anfang ist eine nur kurze, aber spannende und ziemlich gut inszenierte Actionsequenz.
Drei Jahre später: Bishop ist nach zweijährigem Krankenhausaufenthalt unehrenhaft aus der Armee entlassen worden und arbeitet nun als Bodyguard für Jeffrey Trent (Richard Coulter) und dessen Frau Susan (Heidi von Palleske). Doch am Flughafen geraten sie in den Hinterhalt eines Scharfschützen – Sherwood! Lediglich Bishop und Susan überleben, Sherwood entkommt sowohl Bishop als auch der Polizei. Auch diese Actionszene ist sehr spannend geraten und kann den Zuschauer fesseln.
Bishop wird als möglicher Verdächtiger von der zuständigen FBI-Agentin Louise Castle (Carrie-Anne Moss) befragt und soll in der Stadt bleiben. Als ein weiterer Anschlag auch noch Susan das Leben kostet, beginnen Castle und Bishop gemeinsam zu ermitteln. Doch hinter den Anschlägen scheint mehr zu stecken als anfangs vermutet und die beiden geraten in tödliche Gefahr...
„Sabotage“ hat für einen B-Film eigentliche eine ziemlich gute Story. Die Geschichte ist spannend und nicht vorhersehbar, auch wenn man doch recht schnell die richtigen Vermutungen anstellt, wer denn nun fies ist. Dennoch können einige Wendungen wirklich überraschen und vor allem zum Schluss gibt es noch eine letzte handfest Überraschung. Nur teilweise übertreibt der Film es ein wenig mit seinen Wendungen und wirkt etwas wirr.
Regisseur Tibor Takacs zieht den Film zudem recht temporeich durch, so dass keine größeren Längen entstehen, auch wenn einige Storyparts in der Mitte des Films vielleicht durch mehr Action hätten aufgelockert werden können. Das Tempo ist dabei angenehm hoch und die Atmosphäre ziemlich gut. Vor allem die Wut der Protagonisten gegen Ende ist sehr glaubwürdig dargestellt worden, auch wenn das skrupellose Vorgehen der Fieslinge teilweise etwas an die Nieren geht.
Die Action könnten etwas zahlreicher sein, sind aber im Großen und Ganzen gelungen. Mark Dacascos darf zwar nur kurz seine Martial Arts Fähigkeiten demonstrieren (dennoch ist die Hotelzimmerszene klasse), aber es wird vor allem geballert. Die Shoot-Outs sind gut inszeniert, temporeich und mit einigen sehr blutigen Einschüssen angereichert, weshalb die Action sehr gut anzusehen ist. Allerdings könnte der Mittelteil des Films durchaus etwas mehr davon bieten, auch wenn der Film alles in allem die Action eher der Story unterordnet.
Mark Dascascos ist mal wieder Garant für recht gekonntes Schauspiel trotz B-Actionkost, der auch hier überzeugend agiert. Mit Carrie-Anne Moss, Tony Todd und Graham Greene bekommt er zudem noch drei sehr überzeugende Darsteller als Hollywoods zweiter Reihe zur Seite gestellt und auch die restlichen Darsteller sind gut.
„Sabotage“ ist ein temporeicher Actionthriller der B-Klasse, der mit guter Story und schicker Action unterhält.