Wer hier eine Zombie-Komödie a la "Shaun of the Dead" erwartet,der wird
sicherlich enttäuscht werden,denn so ein Film ist "Fido" nicht und will
es auch gar nicht sein.Das wird eigentlich auch schon nach sehr kurzer
Zeit klar.
Es ist ein Film,bei dem man sich vorher im klaren darüber sein muß,
welche Erwartungen man an den Film hat."Fido" ist eine sehr liebevoll
gestaltete und inszinierte Zombie - Komödie,die ihren ganz eigenen
Charme hat.Man darf hier keine großen Härten oder Splatter/Gore
Einlagen erwarten.Ich persönlich bin auch der Meinung,das die bei
diesem Film auch vollkommen fehl am Platz gewesen werden.
In idyllischen Städten werden die Zombies hier wie Haustiere oder
Bedienstete gehalten,die durch ein elktrisches Halsband von ihrem
Hunger abgelenkt werden.Einer der Zombies,nämlich Fido,entwickelt
Gefühle und funktioniert auch ohne dieses Halsband.Hört sich alles
sehr lapidar und uninteressant an,ist es aber nicht.
Der Film lebt von Widersprüchen und ist gespickt mit feinstem,aber
teilweise auch nicht auf den ersten Blick erkennbarem schwarzen
Humor gespickt.Es gibt hier nicht die sogenannten "Brüller-Gags",
die man von anderen Zombie-Komödien teilweise gewöhnt ist.Auch
ist es nicht der teilweise trockene englische Humor,der den Film
ausmacht,nein,es ist eine Art von Humor,die man teilweise erst
etwas später richtig wahrnimmt.
Und genau das macht den Film meiner Meinung nach zu etwas ganz
Besonderem.Die Kontraste,die teilweise aufgezeigt werden und die
liebevolle Art,mit den doch bizarren Mitbewohnern umzugehen.Und
natürlich nicht zu vergessen die sozialkritische Note,die dieser Film
natürlich auch beinhaltet.
Insgesamt gesehen ist "Fido" ein Filmvergnügen der ganz besonderen
Art,das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.