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18 Film-Miniaturen aus einer ganz besonderen Stadt. 21 Meisterregisseure aus aller Welt erzählen ihre ganz eigenen, sehr persönlichen Geschichten aus und über Paris. Da fragt sich ein Mann gerade, warum er nicht die Liebe fürs Leben findet, als sie ihm plötzlich buchstäblich vor die Füße fällt. In einer Metro-Station wird ein ahnungsloser amerikanischer Tourist in die eifersüchtigen Spielchen eines schrägen Paares verwickelt. Ein alterndes Ehepaar versucht, sein brachliegendes... Sexleben aufzupeppen. Auf dem Friedhof Père Lachaise erwacht Oscar Wilde zum Leben und bewahrt einen Mann davor, den Fehler seines Lebens zu begehen etc.

Kennt zufällig jemand einen guten Episodenfilm?

Also mir ist noch keiner begegnet und auch Paris je t´aime war oft eine ziemliche Quälerei. Die Krux bei diesem Format ist ja immer, das die erzählten Geschichten kaum Zeit für Tiefgang haben, da sie ja bestenfalls etwa 30 Minuten dauern und damit weniger Möglichkeiten bleiben mit der Handlung oder den Charakteren warm zu werden, als eine durchschnittliche Fernsehserie. Hier legt man allerdings noch einen drauf und packt in knapp zwei Stunden Film sogar 18 Episoden rein, was einer durchschnittlichen Laufzeit von etwa 6 Minuten entspricht.
So hetzt man quasi durchs Programm, ohne allerdings wirklich greifbares zu erleben. Auch wenn sich in beinahe jeder Geschichte entweder als Darsteller oder in der Regie sich ein internationaler Star tummelt, hat man nun mal keine Gelegenheit, sowohl als Macher als auch als Zuschauer, sich auf das Gebotene angemessen (oder auch nicht) einzulassen. So gibts Kurzgeschichten rund um Paris und die Liebe an sich in allen Variationsformen.
Auch klar das die Qualität und das Interesse an der Handlung schwankt. Manchmal darf sich fragen, wo genau denn jetzt die Grenzlinie zwischen einfühlsam und behäbig gezogen werden muß. Hier spielen einfach nur Normalos in meist alltäglichen Situationen die Hauptrolle. Am Besten fand ich dabei noch den Coen/Buscemi Short in der U-Bahn oder die übersinnliche Craven Episode, aber viele Geschichten sind einfach nur zu banal, um wirklich Interesse zu erzeugen. Paris je t´aime mag manchmal noch so romantisch und feinfühlig sein, aber als Filmerlebnis an sich kein wirklicher Reißer.
5/10

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