Review

Limbus der Längsschneider


Liebeskummer im Limbus für Selbstmörder - „Wristcutters“ ist eine der ungewöhnlicheren Indie-RomComs aller Zeiten. Mit Melancholie, Düsternis und Erlösung. Selbst wenn nicht alles zu 100% klappt. Wundervoll ist’s dennoch. Schöne Gedanken. 

Ruhig. Besonnen. Melancholisch. Leicht surreal. Anderweltlich. Liebeskummer trifft Lebenslust. Selbstmord macht nicht froh. Blinkende Fische und Kondomstrände. Gebrochene Herzen und kaputte Scheinwerfer. Grau auf blau. Sternenlos aber hoffnungsvoll. Sinnliches Selbstmordkommando. „Wristcutters“ ist ein knackiger, kurzer Crowdpleaser, der berührt und Gedanken anregt, der beruhigt und amüsiert - selbst in dunkelsten Zeiten. Hätte auch gut im Mittagsslot etwa des Fantasy Filmfests laufen können. Allerliebste Auflockerung. Toller, trockener Humor und famose Nebenfiguren/-darsteller. Sweetheart und „Frevel“. Sündhaft süß. 

Fazit: quirlig, sympathisch, weise - After Life-Tristesse war selten ergiebiger. „Wristcutters“ ist Understatement, Roadtrip und Liebeskino in einem. Eine Mischung aus „Y tu mamá también“ und „The Five People You Meet In Heaven“. Der Himmel ist 'ne Halfpipe. 

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