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Ein Psychologiekurs an der Uni beschäftigt sich mit den Wurzeln der Angst. Thema der referierenden Teilnehmer sind Verbrechen, Serienkiller usw. In der letzten Stunde, die schon während der Ferienzeit stattfindet, taucht die Lehrerin nicht auf und die Studenten verschwinden einer nach dem anderen. Natürlich bieten sich gleich mehrere Personen als vermeintliche Serienmörder an, z.B. Brian, der mit seiner ruppigen und makabren Art nicht gerade beliebt ist, sein Konkurrent Marc, der schon einen Tag vorher spurlos verschwindet oder der von Kriminalpsychologie bessesene Streber. Andererseits drängt sich auch der Verdacht auf, alles ist als Vorführung von der Lehrerin inszeniert. Das ist es, logisch ganz gut durchdacht, wo "Horror 101" punkten kann, denn immerhin gibt es einige nette Ideen, um die Studenten verschwinden zu lassen und klassische Teenieschocks sorgen dafür, dass es nicht allzu langweilig wird. Einen Teenieslasherfilm sollte man hingegen nicht erwarten, hier wird auf Psychogrusel gesetzt und nicht auf Blut. Angesichts der Freigabe ab 12 Jahren sollte sich das Zielpublikum schauderhaft amüsieren, alle anderen können zumindest noch Gefallen an der soliden Besetzung finden, die die stereotypen Charaktere wiedergibt. Und wer hätte gedacht, dass Bo Derek einen Lehrkörper darstellen kann. Der Soundtrack ist im Indiepopbereich angesiedelt und dafür in Ordnung. Gestandene Horrorfans können sich "Horror 101" eher schenken, denn um den erfahrenen Genrefan zu schockieren, reicht es nicht aus, die üblichen filmischen Effekte und Kameraeinstellungen zu bemühen. Sicherlich gibt es noch einfacher gestrickte Teeniehorrorstreifen, aber hier sind lediglich ein paar Ansätze gut, die Umsetzung jedoch allemal zu glatt.

Fazit: Wenn die Kinder nach Horrorfilmen schreien, kann man hier reinschauen, ansonsten ist das eher leichte bis harmlose Kost für zwischendurch. 4/10 Punkten

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