Jugendliche oder auch Hippies verschleppen ein junges Pärchen in die Einöde, um beide zu demütigen und die Frau ans Kreuz zu fesseln...
Groteske Mischung aus Arthaus, Exploitation und Satire, bei der nicht immer so ganz klar wird, was uns Regisseur Koji Wakamatsu eigentlich damit sagen wollte: Die japanische Interpretation der Bibel vielleicht? Oder einfach nur eine Abfolge von surrealen Bildern, bei denen der Nonsens zur Kunst erhoben wird, so lange man es den Leuten nur lange genug und intensiv einredet?
Auch hier gibt es keine Handlung im eigentlich Sinne, sondern ein Potpourri aus albernem Humor, viel Vögelei und einer verwirrenden Story, bei der man vielleicht besser nach gar keinem Sinn suchen sollte. Seltsamerweise ist die Bildersprache nicht besonders symbolträchtig, was vielleicht auch daran liegen könnte, das Wakamatsu kaum Geld zur Verfügung stand. Das verwundert allerdings nicht, bleibt "Gewalt! Gewalt" deutlich hinter dem wirklich großen cineastischen Surrealismus zurück, wie man es beispielsweise von Jodorowsky, Lynch oder Bunuel her kennt und liebt.
Auch ist Film nicht weird genug, um als echte Oddity durchzugehen. Eher ein Stück seltsames wie unbekanntes Nischenkino, das man als aufgeschlossener Cineast goutieren sollte, aber nicht als Mainstreamer. Zum einmaligen Anschauen ganz okay, wenn man seine Erwartungen nicht zu hoch steckt. 6 von 10 Punkten.