Braunschweig existiert nicht mehr...
15 Monate nach der Katastrophe nimmt das Grauen erneut seinen Lauf. Gangsterguru Goldmann engagiert den Geschichtsfanatiker John Hauser und dessen Assistenten um die letzten noch existierenden Ampullen K7B zu beschaffen. Auf einem alten Friedhof wird er fündig.
Die Mutation Reihe ist ein ziemliches Ego Projekt von Timo Rose, hier hat der Mensch beinahe überall seine Finger drin, sei es Regie, Drehbuch, Cut, Kamera, Schauspiel, sowie Teile des Scores und der Special FX. Ehrlich gesagt kenne ich kein Film bei dem so etwas mal gutging. Man erkennt den Streifen deutlich als Amateurproduktion, wobei handwerkliches Geschick durchaus erkennbar ist, die Kamera zeigt gelegentlich stylische Anflüge und auch durch diverse Farbfilter wird versucht Atmosphäre zu schaffen. Leider sind die Schauspieler immer noch die typischen Lehrlingsnasen, was besonders bei der äußerst "natürlichen" Betonung der Textzeilen auffällt. Am besten schneiden hier noch Rose selbst und auch Olaf Ittenbach in einem Gastauftritt ab, während Thomas Kercmar in der Rolle des Bösewichtes absolut grauenhaftes Acting an den Tag legt, furchtbar. Auf die Story wurde ebenfalls nicht allzu viel Wert gelegt, das ganze läuft doch ziemlich wüst durcheinander, ein Ende hat der Film auch nicht, er hört einfach auf, als wolle Rose sagen, ätschibätsch den nächsten Teil müßt ihr auch noch kaufen. Immerhin haben wir einen recht gut anzusehnden Showdown (soweit man das als solchen bezeichnen kann) im Wald, der Score ist ebenfalls recht eingängig. Der Film leistet sich insgesamt aber auch zu viele gummiartige Längen, oftmals reihen sich endlose Dialogpassagen aneinander, immerhin werden diese zwar gelegentlich durch nette Splatterszenen unterbrochen, aber da hätte man den Film doch straffen sollen.
Empfehlen würde ich den Film nicht unbedingt, aber wer ein Herz für den deutschen Amateurfilm hat, kann ruhig mal reinschauen.
2,5/10