Hinter der kühlen Fassade des Hightech-Luxushochhauses "Sliver" geht es umso heisser her. Jeder Winkel des Gebäudes wird videoüberwacht und doch wird das Gebäude von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht.
Thrillerspezialist Phillip Noyce nahm sich der Sache an und lieferte einen ingesamt unterhaltsamen Erotikthriller, dem jedoch das Zeug zum Spitzenfilm fehlt. Dies liegt zum einen an den nur dünn gesähten Spannungsszenen (Stichwort Stromausfall), zum anderen an einem mehr als unbefriedigenden Ende. Zwar ist die Entlarvung des Mörders letztlich doch rein technisch gesehen ein wenig überraschend, dennoch ist sie viel zu unspektakulär ausgefallen, gerade angesichts von ohnehin nur zwei in Frage kommenden Tätern.
Nun, was "Sliver" dennoch ansehbar macht, ist natürlich die gewohnt souveräne und bisweilen angenehm düstere Inszenierung seitens Phillip Noyce und zum anderen einige heisse Szenen zwsichen Sharon Stone und William Baldwin. Tom Berenger hingegen tritt weniger in offensichtlich in Erscheinung und vermag auch keine bleibenden Eindrücke zu hinterlassen. Stone und Baldwin hingegen spielen durchaus gut, täuschen mit viel nackter Haut aber auch über ihre an sich ziemlich flachen Charaktere hinweg.
Nein, großartig Neues bietet Phillip Noyce hier wahrlich nicht und man fragt sich schon irgendwann, wieso kein Bewohner die vielen Kameras überall im Tower bemerkt. Wie dem auch sei, ein recht solider, highlightloser Thriller von der Stange bleibt aber allemal!